Kontroversen unserer Tage Wie weit darf man gehen als Tierschützer? Darf man Gesetze brechen, um Demokratie und Rechtsstaat zu „verbessern“? Welcher Zweck heiligt welche Mittel? Tierschützer sind vielleicht oft auch Menschen, die sich selbst „benachteiligt“ fühlen, sich dann mit den Tieren identifizieren – und in deren Namen gegen jene kämpfen, von denen sie sich unterdrückt fühlen… Andererseits sind viele auch mutig und opferbereit – und könnten so für andere zum Vorbild werden. Ist der Missbrauchsskandal in der Kirche ein Beweis dafür, dass die Kirche eine „böse“ Institution ist? Steht der Staat, stehen andere Institutionen auf höherem ethischem Niveau? Steht es [...]
…, ohne welches das Leben sinnlos wird! Markt bedeutet immer auch Konkurrenz. (Siehe „Heiratsmarkt“.) Es wird immer Konkurrenz geben. Also auch Konflikte. (Und keine Regeln werden je so „gut“ sein, dass sich alle daran halten.) Jede Gleichmacherei kann Konkurrenz und Konflikte sogar noch verschärfen. Ein gewisses Maß an Ungleichheit erhöht die durchschnittliche Lebensqualität aller! (Ein gewisses Maß an Unsicherheit und Unfreiheit allerdings auch… Aber wie viel? Menschen haben unterschiedliche Präferenzen: Freiheit, Sicherheit und Gleichheit haben nicht bei jedem den gleichen Stellenwert.) Freiheit, Sicherheit und Gleichheit stehen meist auch in Widerspruch zueinander. (Wobei Gleichheit per se am wenigsten bringt, weil sie [...]
„Recht auf alles“ für alle – und keinerlei Pflichten… Jeder Mensch soll immer mehr dürfen und weniger müssen. (Schicksal ist uns nicht zumutbar. ) Jeder Mensch hat ein Recht auf einen Universitätsabschluss (mit möglichst wenig Widerständen oder Hindernissen); jeder soll nur so viel und so lange arbeiten, wie er möchte. Außerdem soll jeder ein arbeitsfreies Einkommen haben, von dem er auch so ohne Probleme „angemessen“ leben kann. Jeder Mensch hat ein Recht auf Gesundheit – aber auch auf gesundes Essen, saubere Luft und sauberes Wasser. (Die Verantwortung dafür kann nicht beim Einzelnen liegen – das wäre ja eine Überforderung – [...]
… aber auch schlechter Vieles, fast alles im Leben, könnte deutlich besser sein. Das sollten wir nie vergessen, weil es ein großartige Chance ist, die sich uns immer eröffnet! Andererseits aber, wird nie alles gut sein… Bei allem Optimismus, guten Willen, positiven Denken, Vertrauen, Verständnis und Entgegenkommen. Denn irgendwer wird all das immer ausnützen – und dann beginnt eine Spirale Richtung Negativität… (Die zwar unterbrochen werden kann – doch das erfordert Mut, Opferbereitschaft, Kraftanstrengung.) Es könnte allerdings auch alles viel, viel schlechter sein – was zumindest dafür spricht, sich öfter in Zufriedenheit zu üben.
Den Teufel mit dem Beelzebub austreiben? „Wenn’s der Wirtschaft gut geht, geht’s uns allen gut“, hieß es. Scheint nicht ganz gestimmt zu haben… Wollen wir jetzt aber unser Heil wieder im Staatsfetischismus suchen? Für alles ein Amt, eine Vorschrift, eine Steuer? Marx heißt jetzt Keynes… Noch nie hat die Menschheit in so kurzer Zeit so viel Natur zerstört, so viel Abfall produziert. (Und das ganze auch noch Wachstum und Fortschritt genannt.) Die Stunde der Grünen? Die Chance, Umverteilung, Bevormundung und Nivellierung über die Hintertür einzuführen? Seit der Französischen Revolution ist der Glaube an Staat und Wissenschaft kontinuierlich gewachsen. Dieser Glaube [...]
Aber auch Mut zur Wahrhaftigkeit Utopien können sehr gefährlich sein, wenn sie für „konkret realisierbar“ gehalten werden. (Beispiele aus der Geschichte der Religionen, Staaten, Philosophien, aber auch Wirtschaftssysteme, gibt es leider genügend.) Gar keine Utopien zu haben, ist aber auch gefährlich. Denn Utopien erweitern den Denk- und Möglichkeitsraum; motivieren zu Kreativität und Einsatzbereitschaft; machen auch das Leben interessanter. Man könnte nun sagen, jeder solle für sich seine eigene Utopie formulieren. Doch es braucht zusätzlich oft auch einende, verbindende Ideen, Ideale oder Vorbilder. Es ist gut, wenn jeder Einzelne Orientierung von innen, aus sich selbst heraus findet; das allein, muss aber [...]
Wettstreit der Utopien Wenn jeder den „perfekten“ Partner hätte, wären wir dann zufrieden? Wenn jeder den für ihn perfekten Job hätte? Würden wir uns damit begnügen; würde uns langweilig? Wenn jeder nur nähme, was er braucht – und gäbe, was er geben kann, könnte auch hier vieles besser sein. (Wir nehmen ja oft anderen etwas weg, aus lauter Angst – oder als “Revanche”, weil wir das Gefühl haben, es werde uns selbst etwas vorenthalten – und so entsteht schließlich eine Kettenreaktion… Und jeder sucht nach immer mehr “Kompensation”, weil er immer weiter vom Wesentlichen, Eigentlichen, Eigenen wegkommt – sich selbst [...]
Rohstoffe werden teurer, Arbeit dafür billiger werden Über Jahrzehnte hat unser System die Arbeitsproduktivität erhöht, die Produktivität von Rohstoffen und natürlichen Ressourcen hingegen eher vernachlässigt. War ja auch bequem: Denn arbeiten ist anstrengend, der immer höhere Verbrauch von Ressourcen hingegen, überhaupt nicht. Das Preisgefüge wird sich ändern (müssen). Die Frage nach Inflation oder Deflation sollte daher differenziert gesehen werden. (Wobei einander gegenläufige Trends wohl teilweise neutralisieren werden.) Die Weltbevölkerung ist explodiert. Das kann zwar nicht ewig, durchaus aber noch einige Zeit so weitergehen. Logische Folge: Natürliche Ressourcen werden immer knapper – Arbeitskräfte hingegen in immer höheren Zahlen zur Verfügung stehen. [...]
… und wir alle müssen die Rechnung dafür bezahlen Die Klimadiskussion dreht sich um Beweise und wissenschaftliche Gutachten, um Expertenmeinungen und demokratische Entscheidungen. Ideologie wird als Information ausgegeben; Information als Wissen. Letztlich jedoch, ist es vor allem eine Glaubensfrage. Und in Glaubensfragen ist jeder gut beraten, nur zu glauben, was er wirklich selbst glaubt… Sich also von niemandem etwas einreden zu lassen. Gelogen, getäuscht, übertrieben und verzerrt wird in ideologisch aufgeladenen Kontroversen meist von beiden Seiten. Man polarisiert, projiziert Schuld und Verantwortung, leitet daraus Ansprüche und Forderungen ab. Meistens haben andererseits auch beide Seiten zumindest teilweise Recht. (Auch wenn man [...]
Es ist besser, die Wahrheit selbst herauszufinden – als von anderen belehrt zu werden… Keine zwei Menschen sind wirklich ganz gleich – und keine zwei Menschen können daher wohl wirklich ganz das gleiche glauben… Denn Glauben ist letztlich auch eine Empfindung; etwas, das man also in sich selbst findet. (Glaube kann natürlich auch eine Vorstellung sein. Aber vorstellen mag man sich so gut wie alles…) Das Empfinden lässt sich hingegen nicht so leicht manipulieren. Viele verstehen unter Glauben natürlich auch Vertrauen und Hoffnung. Im Grunde gibt es jedoch kein einziges zwingendes Indiz dafür, dass die Welt an sich „gut“ (oder [...]
Das Zeitalter der Plan- und Machbarkeit, des materialistischen Kollektivismus, der institutionellen Infrastrukturen, ist vorbei. Staat und Wissenschaft sind Geschwister. (Parteien und “Experten” – mit den Medien als ihren Cousins, als Dritte im Bunde.) Sie entmündigen die individuelle, innere Autorität des Einzelnen. Bevormunden und manipulieren ihn. Es ist Zeit für eine individuelle Revolution! Die Französische Revolution war die Geburt der Herrschaft von Staat und Wissenschaft. Ihre Zeit ist vorbei. Es gibt keine kollektiv gültigen Patentrezepte (mehr). Der Materialismus wird entzaubert. Die Vollendung der Globalisierung bedeutet zugleich die Grenze der Wachstums- und Fortschrittsideologie des ökonomischen und wissenschaftlichen Materialismus. Das Zeitalter des Subjektiven [...]
„Rechte“ fallen nicht vom Himmel… Ständig werden neue „Rechte auf…“ postuliert und gefordert. Doch Rechte sind Freiräume, die sich nicht so leicht vermehren lassen. Wir müssen sie einander mehr oder weniger freiwillig zugestehen – und zwar wenn möglich, ohne jeden Freiraum sofort auszunützen. Inflation bedeutet Entwertung – auch bei den Rechten. (Und gerade wenn das Geld knapp wird, neigen Regierende gerne dazu, statt finanziellen Staatsleistungen, einfach Rechte zu verschenken – obwohl sie diese eigentlich genauso wenig „haben“, wie das Geld…) Also lieber: weniger, sinnvolle und möglichst wirksame Rechte! Aber welche Rechte „haben“ wir denn wirklich – und woher kommen sie? [...]
Überschätzen wir nicht „das“ Recht? Woher kommt es – Rechte fallen ja nicht vom Himmel. Letztlich wird es immer um das Recht des Stärkeren gehen, in welcher Form auch immer. Man nehme Steuern und Umverteilung: es ist müßig, zu sagen, „meins muss meins bleiben“ – wenn es eine ausreichend starke Mehrheit von Menschen gibt, die anderer Meinung sind… Genauso aber, hat natürlich niemand das Recht zu sagen, „wir machen alle gleich!“ Im Grunde geht es um ein mehr oder weniger freies Spiel der Kräfte. Leistung spielt eine Rolle, Gewissen und Gerechtigkeitsempfinden, unterschiedliche Bedürfnisse – aber auch Schläue, bis hin zur [...]
Wer Angst hat zu kurz zu kommen, nimmt mehr, als es braucht. Vertrauen lässt sich am ehesten bilden durch den Abschluss von Verträgen. Sich vertragen heißt: Verträge zu schließen… „Rechte auf…“ hingegen, bleiben immer ziemlich vage. Wer erfüllt die entsprechenden Pflichten? (Am liebsten wohl immer „die anderen“…) Vollkasko-Versicherungen sind teuer. Kalkulierbare Risiken einzugehen, vielleicht der klügere Weg. Man könnte das Leben als eine Schicksalsgemeinschaft von eigenständigen Individuen sehen. Als freies Spiel der Kräfte; als Kräfteparallelogramm aus gesundem Egoismus und Mitgefühl, aus Wettbewerb und Kooperation. Aus Freiheitssinn und Sicherheitsbedürfnis. Warum sollte nicht jeder möglichst selbst wählen, wie viel er wovon möchte [...]
Schicksalsgemeinschaft von Individuen statt eines Kollektivs der Egoisten! Wer wenig hat, dem bringt ein bisschen mehr, größeren Nutzen, als einem der viel hat. Entscheidend ist aber auch, wer was wirklich braucht. Eigentum ist ein wichtiges Prinzip – wer hat da das Recht, anderen etwas zu nehmen, um es Dritten zu geben? Eher noch hätten vielleicht jene, die mehr haben, als sie wirklich brauchen, eine ethische Verpflichtung zu teilen… Das wäre sicher das Ideal. Zwang hingegen, ist immer eine unelegante Lösung. Letztlich ergibt sich die Verteilung von Ressourcen im freien Spiel der Kräfte. Gerechtigkeit bleibt dabei immer relativ. Eine Gesellschaft sollte [...]


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