DasMedium

Vision 2050

DieMitte

Agenda 2050

admin

Echte Verteilungsgerechtigkeit gibt es nicht

 Posted by admin on 25. April 2011 at 15:01  Aktuell
Apr 252011
 

Viele verstehen unter „Verteilungsgerechtigkeit“ einfach: wir nehmen jemandem etwas weg. Die anderen wieder sagen: Meins muss meins bleiben! Wem steht wirklich etwas zu? Recht ist letztlich immer auch das Recht der Stärkeren. (Oder der Mehrheit.)

Vieles ist einfach Konvention, manches Pragmatismus. In einer demokratischen Republik soll das Recht „vom Volk“ ausgehen. Aber das ist auch eher theoretisch. Recht ist eine ziemlich vage Angelegenheit, man sollte sich nicht zu sehr darauf verlassen. Wer von Anfang an immer nur auf seine Rechte pocht – und nie an entsprechende Pflichten denken will, der könnte enttäuscht werden… Das Wort „Hilfe“ wird ja auch oft falsch verstanden: die anderen sollen es für mich machen.

Wer bestimmt, was wem gerecht wird? Ein Mensch wird als einzigartiges Individuum geboren. Wer hätte ein Recht, da einzugreifen? Jeder soll die Möglichkeit haben, sich seinen Anlagen gemäß entwickeln zu können. Und dafür die Pflicht, das Beste aus den eigenen Fähigkeiten zu machen… Wer sich ehrlich bemüht und dabei scheitert, soll Hilfe erhalten. Doch der Staat greift viel zu früh ein – statt erst einzugreifen, wenn konkrete Probleme auftreten. Und die Gleichschaltung seitens der Gesellschaft hat immer weniger mit Gerechtigkeit zu tun. Es geht immer mehr einfach darum, Menschen als Wähler („Stimmvieh“) und Konnsumenten von allem möglichen gefügig zu machen.

Das eigentliche Kapital sind die Fähigkeiten und Ideen der Menschen – da entsteht primäre Wertschöpfung.

Wenn man sich nicht wie Hans-im-Glück aus sich selbst vertreiben lässt. Sich nicht verstellt, verkauft, verliert… Natürlich sind viele Ressourcen knapp; natürlich entsteht dadurch Konkurrenz. Und auch Preise sind zentral: wenn aber viele Menschen Dinge anstreben, die sie gar nicht brauchen, die nichts oder nur wenig mit ihnen zu tun haben – etwa deshalb, weil gerade viele andere diese Dinge haben – dann verzerrt das natürlich auch das Preisgefüge. (Stichwort: Modetrends und Kollektivismus.)

Das Problem am Kapitalismus ist eher der Materialismus. Sicher nicht die Ungleichheit. Gleichheitswahn befriedigt vor allem Neidgefühle und Ressentiments. Das Seltene ist doch das Wertvolle – also die Vielfalt! Warum also alle(s) gleich machen? Umverteilung ist letztlich ein Missverständnis. Im Endeffekt nimmt man den Menschen dadurch ihre Identität – und gibt ihnen dafür Ersatzbefriedigungen. Doch diese erfordern, wie jede Kompensation, ständige Dosissteigerung – bis zur Sucht. Und das verschärft weiter die Verteilungskämpfe…

Umverteilung bezieht sich außerdem immer auf Geld. Schicksal kann man nicht umverteilen. Intelligenz und andere Fähigkeiten; Gesundheit und Langlebigkeit – was wiederum hohe Pensionsleistungen seitens des Staates erfordert – aber auch Attraktivität und Beliebtheit, sind ja ebenfalls ungleich verteilt. Warum also soll dann etwa nur das Erben von materiellem Vermögen besteuert werden? Bräuchte es da nicht gleich auch eine Erbschaftssteuer auf gute Gene?

Und sind Verlierer bessere Menschen? Haben sie nicht genauso im Casino mitgespielt? Wären sie im Grunde nicht genauso gierig?

Was wir brauchen, ist Solidarität mit jenen, denen es wirklich schlecht geht. Mitgefühl mit den Leidenden. Doch die staatliche Umverteilungspolitik hilft oft ja nicht jenen, die es wirklich nötig haben; sondern vor allem jenen, von denen man hofft, dass sie einen vielleicht wählen könnten. Umverteilung ist also weniger die Umverteilung des Reichtums von den Reichen zu den Armen; sondern eher Umverteilung der Macht – von den Bürgern zum Staat!

 

 

Demokratie als Dialog: Wählerstimmen müssen wirken

 Posted by admin on 22. April 2011 at 10:07  Aktuell
Apr 222011
 

Ist der Staat noch unser Freund?

1)    Der Wählerwille zählt!

2)    Die Parteien müssen auf den Willen der Wähler hören – und ihn auch befolgen. (Und die Bürger entsprechend umfassend über Inhalte und Personen informieren – damit diese ihren Willen auch wirklich selbst bilden können!)

3)    Wir brauchen mehr Wahlmöglichkeiten, um den Wählerwillen besser abbilden zu können.

4)    Alle Volksvertreter sollten einzeln und persönlich gewählt werden – als direkte Stellvertreter ihrer Wähler. (Statt wie bisher, als Parteienvertreter!)

5)    Direkte Demokratie ist ein Regulativ. Sie „gehört“ dem Volk, dem Souverän. (Direkte Demokratie sollte nicht von den Parteien für ideologische und machtpolitische Manöver missbraucht werden.)

6)    Es soll möglichst wenig bürokratische oder finanzielle Hindernisse geben, ein Volksbegehren zu starten. Es soll möglichst einfach sein, die Meinung und den Willen der Bevölkerung herauszufinden. Vor allem aber muss es für die Parteien zwingend werden, diesen Willen auch zu befolgen… (Etwa durch verbindliche Volksabstuimmungen über alle Volksbegehren, die eine kritische Masse an Unterstützern erreicht haben.)

7)    Volksbegehren sollten in Österreich – analog zum neuen EU-Volksbegehren – AUCH per Internet durchgeführt werden können! Das ist einfacher, billiger und diskreter.

8)    Wir brauchen mehr Demokratiefinanzierung, weniger Parteienfinanzierung! Auch Bürgerinitiativen und Volksbegehren sollten Mittel aus der Parteienfinanzierung bekommen: für Informationszwecke und zur Organisation ihrer Anliegen. (Die Demokratiefinanzierung hat den Bürgern zu dienen, nicht einer kleinen Gruppe von Parteifunktionären.)

9)    Politiker sollen gut bezahlt werden, die Parteien dafür weniger Geld erhalten. (Außerdem sollten die Mittel aus der Parteienfinanzierung von den direkt zu wählenden Abgeordneten  persönlich verwaltet und auch verantwortet werden.)

10)                   Die Bürger sollen nicht länger als Untertanen behandelt werden: Die Parteien müssen endlich tun, was das Volk will – statt dem Souverän ständig Vorschriften zu machen, sich überall einzumischen – und gigantische Ressourcen zu vergeuden, die ihnen gar nicht gehören…

Österreich ist KEINE demokratische Republik

 Posted by admin on 9. April 2011 at 10:02  Aktuell
Apr 092011
 

Müssen die Bürger weiterhin machen, was die Politiker sagen?
Oder sollen die Politiker endlich tun, was die Bürger wollen?

Die Macht der Parteien ist nur geliehen.
Doch sie haben sie veruntreut.
(Wie) können wir sie wieder zurück bekommen?

Österreich IST keine demokratische Republik – sondern ein Parteien- und Verbändestaat.
Das Recht in Österreich geht von den Parteien aus.
DAS ist der eigentliche Skandal.
(Einzelne Korruptionsfälle sind lediglich Symptome dafür.)

Wir müssen das System reformieren – statt Symptome zu bekämpfen.
Nicht einzelne Politiker sind schuld, sondern das Parteienunwesen insgesamt.
(Zumal auch Medien, Wissenschaft und Wirtschaft darin verwickelt sind.)

Nicht einzelne Kriminalfälle sind der Kern des Problems – sondern etwa die ausufernde staatliche Parteienfinanzierung; die “Bestechung” von Medien durch teure Inserate; die Abhängigkeit so genannter “Experten” von ihren parteipolitischen Auftraggebern; und der mangelnde Wettbewerb ganz allgemein.

Die Gewaltentrennung wird in Österreich immer mehr zur Farce. Alle Macht liegt bei den Parteien – und ihren Nutznießern.

Politiker sind keine Volksvertreter, sondern Parteienvertreter. Direkte Demokratie ist kein Regulativ im Dienste der Bürger – sondern eigentlich nur ein weteres Instrument der Parteipolitik.

Die Bürger werden von den Parteien weiterhin als Untertanen betrachtet und entsprechend behandelt!
Wie lange wollen wir uns das noch gefallen lassen?

Apr 062011
 

Geld darf keine Rolle spielen

…man kann es ja drucken!

Ein sehr beliebter Satz in politischen Diskursen ist: „Hier (eingesetzt werden immer die jeweiligen persönlichen Anliegen) darf Geld aber wirklich keine Rolle spielen!“

„Dafür muss einfach Geld da sein… Und dafür, dafür, dafür auch…“

…enterben wir doch die Reichen – oder besser: enteignen wir sie, bevor sie noch etwas vererben können!

Mit den Parteien ist kein Staat zu machen

Beispiel Wehrpflicht: Wer will schon diesem Staat dienen?

Der Markt ist letztlich demokratischer als der Staat…

Wissenschaft: Das System, in dem Einäugige versuchen, Blinde zu beeindrucken

Wir brauchen auch in der Wissenschaft mehr Wettbewerb…

Leben heißt, mit Wahrscheinlichkeiten zu arbeiten – statt an das „Wissen“ zu glauben…

Ohne Menschenmassen geht nichts – Massen sind erforderlich für Revolution / Privatmeinungen an die Öffentlichkeit tragen

Recht ist vor allem Gewohnheitsrecht – das vor allem durch das Faustrecht/ Recht des Stärkeren geändert werden kann…

Wir brauchen nicht Wikileaks, um die Wahrheit zu finden – sondern nur mehr Mut und Ehrlichkeit.

Parlamentarier ohne Macht

 Posted by admin on 31. März 2011 at 10:05  Aktuell
Mrz 312011
 

Eine liberale Meinung zur direkten Demokratie aus dem Blog von Andreas Unterberger.

Eine deutsche  Studie zeigt das Ohnmachtsgefühl nicht nur auf Seiten der Bevölkerung, sondern auch auf Seiten der Mandatare. Direkte Demokratie kann nicht nur dem Bürger Gehör verschaffen, sie kann auch helfen, das Parlament zu stärken.

Eine neue deutsche Studie bringt spannende Ergebnisse – die wohl für Österreich genauso zutreffen. Und welche erneut die Frage aufwerfen: Ist die repräsentative Demokratie am Ende?

Die deutschen Parlamentarier fühlen sich nach einer von zwei Wissenschaftlern durchgeführten Umfrage erstaunlich bedeutungs- und einflusslos. Sie sehen heute nur noch in den Bürgern selber die wirklichen Motoren gesellschaftlicher Veränderungen. Die Autoren (von der Stiftung Change Centre und von der Heine-Universität in Düsseldorf) fassen die Ergebnisse so zusammen: Die Abgeordneten sehen ihre Rolle heute primär reaktiv, nicht mehr offensiv und aktiv. „Sie verstecken sich fast vor den Bürgern.“ Je nach Thema sehen sich zwischen 65 und 88 Prozent der deutschen Abgeordneten aus Bund, Land und Gemeinden als weitgehend machtlos, was gesellschaftliche Veränderungen betrifft.

Dieses von der Studie erhobene Ohnmachtsgefühl der Politiker korrespondiert seltsamerweise mit einem frustrierten Ohnmachtsgefühl der Bürger, dessen Wachsen man mit freiem Auge tagtäglich sehen kann. Meine Vermutung: Die Ohnmachtsgefühle der Bürger spiegelt primär jene der von ihnen eigentlich meist aus einer sehr konkreten Erwartungshaltung heraus gewählten Politiker wider, die sie ja täglich via Medien erleben.

Zugleich eröffnet dieses nur noch reaktive Handeln der Politik aber den Bürgern neue Chancen. Auf der linken Seite versuchen das seit einiger Zeit auch mit etlichem Erfolg die sogenannten Nichtregierungsorganisationen (NGO). Diese haben aber freilich keinerlei demokratische Legitimation und meist auch keine Massenunterstützung. Die NGO-Manie ist in Wahrheit nur eine geschickte neue Strategie der linken Machtmonopolisierung, seit die Bedeutung der Arbeiterklasse und Gewerkschaften stark abgenommen haben. Dass ausgerechnet der bürgerliche Finanzminister Josef Pröll jetzt Spenden an Greenpeace & Co steuerlich absetzbar machen will – jene für Lebensschutz-Organisationen aber nicht –, ist in Zeiten einer Schuldenkrise ein besonderes Rätsel am Rande, aber heute nicht das Thema.

Dieser NGO-Strategie haben bürgerliche Menschen bisher beklemmend wenig entgegenzusetzen gehabt. Sie merken nur, dass ihre demokratische Stimmabgabe alle vier oder fünf Jahre rasch an Bedeutung verloren hat, beschränken sich aber sonst meist auf das frustrierte Schimpfen. Da bürgerliche Menschen im Schnitt viel stärker beruflich oder familiär engagiert sind als linke, bringen sie es oft nicht zustande, sich in gleicher Form zu organisieren. Ihre alten Plattformen – von der Kirche über das traditionelle Vereinswesen bis zum ÖAMTC – haben zugleich signifikant an Bedeutung verloren.

Führt die offensichtliche Ohnmacht der Abgeordneten auch zum Ende der ganzen Demokratie? Das ist nicht auszuschließen. Aus dem Ohnmachts-Phänomen könnte jedoch auch ein neuer Impetus in Richtung auf eine echte direkte Demokratie entstehen. Dann wäre diese Krise der repräsentativen Demokratie eine sehr positive Sache.

Direkte Demokratie heißt, dass die Bürger selber bestimmen, ob und worüber sie abstimmen. Dass also eine Abstimmung stattfinden muss, wenn eine Gruppe genügend Unterschriften gesammelt hat.

Hingegen sind Volksbefragungen als beliebig von oben gesteuerte Vor- und Zwischenwahlkämpfe, wie sie etwa SPÖ neuerdings in ihrem Instrumentarium hat, natürlich keine direkte Demokratie: Siehe die skurrilen fünf Wiener Fragen vor der letzten Gemeinderatswahl; siehe den nunmehrigen Versuch, aus heiterem Himmel eine Volksbefragung zur Wehrpflicht zu veranstalten (offenbar will die SPÖ in einem wahlfreien Jahr dadurch parteipolitisches Tempo behalten und von viel drängenderen Fragen ablenken); siehe das geschickt getarnte Parteivolksbegehren des Hannes Androsch.

Solche Aktionen einer Scheindemokratie beschleunigen nur das Ende der repräsentativen Demokratie.

Hätte Strasser verhindert werden können?

 Posted by admin on 31. März 2011 at 10:02  Aktuell
Mrz 312011
 

Jeder möge für sich selbst beantworten:

  • Hätte man das Volk gefragt – Wäre Strasser dann überhaupt nach Brüssel gegangen?
  • Könnten Politiker gar nicht entscheiden – wer würde ihnen dann Geld bieten?

Die Wahl von Persönlichkeiten und nicht von Parteien kann Moral und Anstand ihren Platz in der Politik verschaffen. Die Menschen haben ein gutes Gefühl, wem sie vertrauen können und wem nicht. Ein Mehr an Persönlichkeitswahl verhindert den Missbrauch der Demokratie.

Wenn das Volk jede Entscheidung an sich ziehen kann, macht Mauscheln hinter verschlossenen Türen wenig Sinn. Interessen müssen dannvon Anfang an transparent und öffentlich vertreten werden. Ein Mehr an direkter Demokratie verhindert den Missbrauch der Demokratie.

Merkwürdig – in genau diesen beiden Punkten ist die Politik taub. Seit Jahrzehnten “Vorstöße” einzelner Politiker in Interviews – was ist wirklich geschehen?

Lucona, Noricum, AKH, Lauschangriff, Eurofighter, Bowog, Bawag, Hypo Alpe Adria, Saunaaffäre, Skylink. Eine Innenministerin suspendiert den BKA- Direktor, weil er auf Unregelmäßigkeiten hinweist. Ein Verteidigungsminister entlässt seinen Generalstabschef, weil der nicht seiner Meinung ist sondern die Verfassung vertritt. Ein Finanzminister wird wegen Steuerhinterziehung verurteilt und ein anderer gerät in schiefes Licht. Ein Russe kauft seine Staatsbürgerschaft von einem Parteichef. Nur Beispiele. Allein auf höchster Ebene acht Skandale seit Gründung der zweiten Republik bis 2000, und fünfzehn in den letzten zehn Jahren.

Wir haben zugeschaut und nichts getan. Aber jetzt wird Gott sei Dank alles anders und wir müssen gar nichts mehr tun. Die Parteien reinigen sich gerade selbst, so hören wir. Am Ende werden Anstand und Moral siegen. Hurra!

62% für Mehrheitswahlrecht!

 Posted by admin on 26. März 2011 at 14:23  Mehr Wahlrecht
Mrz 262011
 

Nach einer empirisch „ exakten“ Schätzung der IMW sind 62% der Österreicher für ein Mehrheitswahlrecht.

„Es könnten sogar noch mehr sein“, sagt Chefstratege „Nautilus“ Marold kryptisch.Nach jahrelangen Schätzungen und intensiven Tiefeninterviews können wir jetzt jedenfalls sagen: „Ein MHWR muss her.“

Es könnten schließlich bis zu zwei Drittel der Österreicher dafür sein…

Und wer andere Meinung ist, soll uns bitte endlich das Gegenteil beweisen!

(Die Beweislast liegt in einer Demokratie nun einmal bei der Minderheit.)

PS: Die letzte Volkszählung ergab, dass Österreich über 8 Millionen Einwohner hat.

62% davon sind nicht weniger als 4,96 Millionen! Also fast fünf (!) Millionen.
(Nur damit niemand sagt, die IMW kann nicht rechnen…)

Ghost writer?

 Posted by admin on 27. Februar 2011 at 23:49  Aktuell
Feb 272011
 

Wenn ein Politiker sich für seine Arbeit von anderen eine Rede schreiben lässt, ist das OK. Wenn er aber in einer Dissertation (die nichts mit seiner politischen Arbeit zu tun hat) einem anderen die Routinearbeit überlässt – dann ist das eine Staatsaffäre… Soll sich ein Politiker auf seine Arbeit konzentrieren oder auf Fußnoten und Anführungszeichen?

Glaubt irgend jemand, dass es jemals einen (guten) Politiker gab, der nicht gelogen hat?

Parlamentarier ohne Macht

 Posted by admin on 9. Februar 2011 at 14:29  Mehr Wahlrecht
Feb 092011
 

Parlamentarier ohne Macht

Eine neue deutsche Studie bringt spannende Ergebnisse – die wohl für Österreich genauso zutreffen. Und welche erneut die Frage aufwerfen: Ist die repräsentative Demokratie am Ende?

Die deutschen Parlamentarier fühlen sich nach einer von zwei Wissenschaftlern durchgeführten Umfrage erstaunlich bedeutungs- und einflusslos. Sie sehen heute nur noch in den Bürgern selber die wirklichen Motoren gesellschaftlicher Veränderungen. Die Autoren (von der Stiftung Change Centre und von der Heine-Universität in Düsseldorf) fassen die Ergebnisse so zusammen: Die Abgeordneten sehen ihre Rolle heute primär reaktiv, nicht mehr offensiv und aktiv. „Sie verstecken sich fast vor den Bürgern.“ Je nach Thema sehen sich zwischen 65 und 88 Prozent der deutschen Abgeordneten aus Bund, Land und Gemeinden als weitgehend machtlos, was gesellschaftliche Veränderungen betrifft.

Dieses von der Studie erhobene Ohnmachtsgefühl der Politiker korrespondiert seltsamerweise mit einem frustrierten Ohnmachtsgefühl der Bürger, dessen Wachsen man mit freiem Auge tagtäglich sehen kann. Meine Vermutung: Die Ohnmachtsgefühle der Bürger spiegelt primär jene der von ihnen eigentlich meist aus einer sehr konkreten Erwartungshaltung heraus gewählten Politiker wider, die sie ja täglich via Medien erleben.

Zugleich eröffnet dieses nur noch reaktive Handeln der Politik aber den Bürgern neue Chancen. Auf der linken Seite versuchen das seit einiger Zeit auch mit etlichem Erfolg die sogenannten Nichtregierungsorganisationen (NGO). Diese haben aber freilich keinerlei demokratische Legitimation und meist auch keine Massenunterstützung. Die NGO-Manie ist in Wahrheit nur eine geschickte neue Strategie der linken Machtmonopolisierung, seit die Bedeutung der Arbeiterklasse und Gewerkschaften stark abgenommen haben. Dass ausgerechnet der bürgerliche Finanzminister Josef Pröll jetzt Spenden an Greenpeace & Co steuerlich absetzbar machen will – jene für Lebensschutz-Organisationen aber nicht –, ist in Zeiten einer Schuldenkrise ein besonderes Rätsel am Rande, aber heute nicht das Thema.

Dieser NGO-Strategie haben bürgerliche Menschen bisher beklemmend wenig entgegenzusetzen gehabt. Sie merken nur, dass ihre demokratische Stimmabgabe alle vier oder fünf Jahre rasch an Bedeutung verloren hat, beschränken sich aber sonst meist auf das frustrierte Schimpfen. Da bürgerliche Menschen im Schnitt viel stärker beruflich oder familiär engagiert sind als linke, bringen sie es oft nicht zustande, sich in gleicher Form zu organisieren. Ihre alten Plattformen – von der Kirche über das traditionelle Vereinswesen bis zum ÖAMTC – haben zugleich signifikant an Bedeutung verloren.

Führt die offensichtliche Ohnmacht der Abgeordneten auch zum Ende der ganzen Demokratie? Das ist nicht auszuschließen. Aus dem Ohnmachts-Phänomen könnte jedoch auch ein neuer Impetus in Richtung auf eine echte direkte Demokratie entstehen. Dann wäre diese Krise der repräsentativen Demokratie eine sehr positive Sache.

Direkte Demokratie heißt, dass die Bürger selber bestimmen, ob und worüber sie abstimmen. Dass also eine Abstimmung stattfinden muss, wenn eine Gruppe genügend Unterschriften gesammelt hat.

Hingegen sind Volksbefragungen als beliebig von oben gesteuerte Vor- und Zwischenwahlkämpfe, wie sie etwa SPÖ neuerdings in ihrem Instrumentarium hat, natürlich keine direkte Demokratie: Siehe die skurrilen fünf Wiener Fragen vor der letzten Gemeinderatswahl; siehe den nunmehrigen Versuch, aus heiterem Himmel eine Volksbefragung zur Wehrpflicht zu veranstalten (offenbar will die SPÖ in einem wahlfreien Jahr dadurch parteipolitisches Tempo behalten und von viel drängenderen Fragen ablenken); siehe das geschickt getarnte Parteivolksbegehren des Hannes Androsch.

Solche Aktionen einer Scheindemokratie beschleunigen nur das Ende der repräsentativen Demokratie.

einen Kommentar schreiben

 

 

 

Soziale Schieflage

 Posted by admin on 25. Januar 2011 at 18:25  Rosenhügel und Steinhof
Jan 252011
 

Wir geben hier einen Teil eines Gesprächs der Experten DDr. Steinhof und DDr. Rosenhügel wieder, in dem sie die soziale Schieflage in unserem Land erörtern und die Feinheiten des Sozialberichts beleuchten.

St: Du Rosenhügel, ich kenn eine, die verdient für die gleiche Arbeit hundert mal mehr als eine andere. Ist das nicht eine Sauerei!
R: Das ist ungerecht. Was machen die denn?
St: Die eine macht eigentlich gar nichts. Aber sie hat  meinem Nachbarn im Dezember über’s Wochenende bei der Buchhaltung geholfen. Der ist nämlich Friseur und der will das nicht selber machen. 300 Euro hat er ihr dafür gegeben. Die andere ist auch Buchhalterin. Die verdient locker 30.000 Euro im Jahr. Das ist hundert mal so viel! Für die gleiche Tätigkeit! Eine Gemeinheit!
R: Du bist ein Trottel.
St: Das weiß ich.
R: Die eine arbeitet ein Wochenende, die andere ein Jahr. Logisch, dass man in einem Jahr mehr verdient als an einem Wochenende. Und 300 Euro für ein Wochenende sind gar nicht so schlecht. Das kannst Du doch nicht vergleichen.
St: Natürlich kann ich das vergleichen. Alle rechnen das so, sogar das Ministerium. Die haben nämlich einen Sozialbericht geschrieben, und da steht das gleiche: Die 20% geringsten Einkommen kriegen nur 2%, die obersten 20% aber fast die Hälfte. Und im Sozialbericht ist geschrieben, dass das die Ungleichheit ist.
R: Ja, das steht da wirklich. Und im Radio hab ich das auch schon gehört. Aber da steht auch, dass die unteren 20% weniger als 242 Euro im Monat verdienen. So ein Blödsinn. Meine Putzfrau verdient zehn Euro in der Stunde. Wenn die einen Tag in der Woche arbeitet, dann kommt sie auf mehr.
St: Du bist ein Depp. Jeder weiß, dass die Österreicher wenigstens 1.200 Euro im Monat verdienen. Liest Du nicht die Gewertschaftsnachrichten? Natürlich sind die unteren 20% keine normalen Berufe! Das wissen die im Ministerium auch. Das sind Nebenjobs, die Ferienjobs, und die, die meinem Nachbarn bei der Buchhaltung geholfen hat. Aber wenn’s der Sozialbericht so vergleicht, dann darf ich das schon lange! So eine Schieflage so eine soziale!
R: Ich bin kein Politiker. Ich muss ja nich so einen Blödsinn vergleichen. Wo sehe ich im Sozialbericht eigentlich, wieviel die verdienen, die einen normalen Beruf haben? Da muss es ja auch unterste und oberste geben. Oder?
St: Na die werden blöd sein und das hineinischreiben. Dann kann ja jeder nachlesen und sich selber was dazu denken. Und wer braucht dann das Ministerium noch? Die schreiben nicht einmal, wieviel die zweiten 20% verdienen. Sonst kann sich ja gleich jeder ausrechnen, wieviele Nebenjobs der Sozialbericht mit normalen Berufen vergleicht. In Österreich ist das eben ungleich, wenn einer in einer Stunde hundert mal weniger verdient als ein anderer in hundert Stunden. Eins ist doch viel weniger als hundert.

Jan 202011
 

Ungeachtet aller Bedenken ist jenen zuzustimmen, die für das Einfließen von plebiszitären Elementen in die repräsentative Demokratie sind. Ohne Zweifel könnte dabei die repräsentative Umfragemethode einen wesentlichen Beitrag leisten, kann sie doch mehr, als nur Sympathiewerte von Politikern und Parteien zu ermitteln.

http://www.wienerzeitung.at/default.aspx?tabID=4152&alias=wzo&cob=538556

62% für Mehrheitswahlrecht!

 Posted by admin on 20. Januar 2011 at 14:23  Mehr Wahlrecht
Jan 202011
 

Nach einer empirisch „ exakten“ Schätzung der IMW sind 62% der Österreicher für ein Mehrheitswahlrecht.

„Es könnten sogar noch mehr sein“, sagt Chefstratege „Nautilus“ Marold kryptisch.Nach jahrelangen Schätzungen und intensiven Tiefeninterviews können wir jetzt jedenfalls sagen: „Ein MHWR muss her.“

Es könnten schließlich bis zu zwei Drittel der Österreicher dafür sein…

Und wer andere Meinung ist, soll uns bitte endlich das Gegenteil beweisen!

(Die Beweislast liegt in einer Demokratie nun einmal bei der Minderheit.)

PS: Die letzte Volkszählung ergab, dass Österreich über 8 Millionen Einwohner hat.

62% davon sind nicht weniger als 4,96 Millionen! Also fast fünf (!) Millionen.
(Nur damit niemand sagt, die IMW kann nicht rechnen…)

Österreich bei Demokratie unterdurchschnittlich

 Posted by admin on 20. Januar 2011 at 12:02  Mehr Wahlrecht
Jan 202011
 

Unsere Verfassung, Politik, Parteien, Wahlrecht usw. sind vor mehr als hundert Jahren entstanden. Damals gab es kaum Zeitungen, kein Radio, kein Fernsehen, kein Internet, keine Computer. Kein Wunder, dass Politik und Verwaltung einfach von gestern sind.

Wenn du

  • nicht links oder rechts, sondern einfach du selbst bist
  • deine eigene und nicht eine geborgte Meinung hast
  • nicht nachlaufen sondern vorn dabei sein willst
  • nachgeben kannst, damit alle einen Kompromiss finden

dann bist du hier richtig.

…unösterreichische Österreicher?

 Posted by admin on 11. Januar 2011 at 20:51  Mehr Wahlrecht
Jan 112011
 

http://derstandard.at/1293370458717/HANS-RAUSCHER-Der-unoesterreichische-Oesterreicher

Muten wir den Österreichern ein größeres Format zu…

Lamas mit Hüten

 Posted by admin on 9. Januar 2011 at 21:46  Aktuell
Jan 092011
 
© 2011 DasMedium Impressum Suffusion theme by Sayontan Sinha