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Agenda 2050

Ein Credo

 Posted by cb on 8. Mai 2014 at 11:36  Aktuell
Mai 082014
 

Maximales Mitgefühl mit allen Leidenden.

Sich in andere, in deren Lage hinein versetzen. Empathie.

Menschliche Schwächen akzeptieren. „Kultur der Menschlichkeit“.

Vielfalt. (Statt Gleichheitsideologie.)

…und jeder soll glauben, was er wirklich glauben will!

Minimale Einmischung in die Angelegenheiten anderer Menschen.

Jeder soll einfach einmal machen, was er will. Wenn er Hilfe braucht, soll er es sagen. Wenn er anderen schadet, sollen diese es ihm sagen…

Je weniger Vorschriften es gibt, desto besser.

Größtmögliche Ehrlichkeit, sich selbst und anderen gegenüber.

Probleme nicht verdrängen.

Befreiung von fixen Vorstellungen und Ideologien.

Sich nicht verstellen – und anderen zugestehen, sich ebenfalls nicht verstellen zu müssen…

Demokratie oder Werte?

 Posted by cb on 5. April 2014 at 14:37  Aktuell
Apr 052014
 

So genannte „Werte“ und Demokratie können einander entgegen stehen!

In einer Demokratie beschließt die Mehrheit die Gesetze. Die Mehrheit kann irren, die Mehrheit kann unethisch denken, die Mehrheit kann machen, was sie will…

In der Politik wird oft über Werte geredet: Wertorientierung, konservative Werte, Erneuerung von Werten. Werte sind zumindest in der Theorie meist positiv. Es gibt aber viele Wege, sie zu verwirklichen – und die müssen keineswegs unbedingt demokratisch sein. Außerdem ist gut gemeint, bekanntlich nicht gleich gut.

Nicht umsonst heißt es, oft könne man nur das jeweils geringere Übel wählen.

Die Demokratie ist eine Herrschaftsform, die Herrschaft der Mehrheit. Das sollte man nicht vergessen. Daher ist es so wichtig, dass die Mehrheiten zumindest wechseln können.

Politik braucht Führung. Aber sie braucht auch Kontrolle. Sie braucht Ideale, Werte –  und sie braucht Pragmatismus und Realitätssinn.

Politik ist aber auch ein Produkt aus Werten und deren Umsetzbarkeit. Also aus Inhalt und Verpackung. Letztlich zählt, was, wie viel, am Ende konkret erreicht wird…

EU: Austreten – oder BESSER machen…

 Posted by cb on 7. Februar 2014 at 14:29  Aktuell
Feb 072014
 

Wie wäre es mit einer umfassenden EU-Reform? EU-Wahl als Volksabstimmung?

Nicht nur in Österreich sind viele mit der EU
unzufrieden. Es wird gejammert und geschimpft – aber wirklich
austreten aus der EU, will die Mehrheit nicht. Wenn man aber nicht
austreten will, dann sollte man sich wohl lieber für eine umfassende
EU-Reform einsetzen. „Besser machen statt jammern“, könnte das Motto
lauten.

Die Bürger sollen (wieder) das Gefühl bekommen, in Europa mitreden
und teilhaben zu können. Schon oft wurde ein europaweiter
EU-Verfassungskonvent gefordert, der nicht von den üblichen
Parteien-, Nationen-, Lobby- und Lagervertretern gebildet wird –
sondern von echten Bürgervertretern, die hierfür in ihrer Heimat
direkt und persönlich gewählt worden sind! Sozusagen als unmittelbare
Anwälte und Stellvertreter ihrer Wähler. (Dass dies bisher nicht der
Fall war, liegt weniger daran, dass es nicht im Interesse der Bürger
– oder gar unmöglich -ist; es liegt eher daran, dass es den oben
genannten Partikularinteressen zuwiderläuft…)

Die EU ist in einer ernsten Krise – nicht nur, was ihr Image
betrifft. Sie wäre es aber sicher wert, sich um ihre Erneuerung zu
bemühen: um eine möglichst bürgernahe Verfassung; und um
entsprechende Institutionen, die unmittelbar die Bürger
repräsentieren – und ihnen das Gefühl geben, beachtet zu werden.

Niemand sollte eigentlich gezwungen werden, gegen seinen Willen in
der EU zu sein. Wenn man allen Mitgliedern freistellt, sich nicht
mehr an der EU zu „beteiligen“, wird manchen vielleicht erst deren
Wert richtig bewusst: Es dürften dann wohl nicht allzu viele Länder
sein, die wirklich austreten wollen. (Die Bürger der restlichen
Länder würden sich dann aber stärker mit der Union identifizieren!)

So gesehen könnte schon die EU-Wahl im Mai zu einer Art
Volksabstimmung werden: die EU-kritischen Parteien werden es relativ
leicht haben, ihre Wähler zu mobilisieren. („Gegen“ die EU – aber in
vielen Ländern – wie z.B. Österreich – auch gegen die eigene
Regierung.) Was aber wird das wirklich ändern – zumal ja die Mehrheit
der Bürger eben nicht aus der EU austreten will?

Man könnte zwar einen gewissen Reformdruck aufbauen – die
„konstruktiveren“ Reform-Kräfte könnten den Kritikern aber auch
gleichsam zuvor kommen. Und vor allem einmal ihre potenziellen Wähler
mobilisieren, überhaupt zur Wahl zu gehen! Indem man glaubhaft macht,
dass man nicht vor allem die eigene Macht, den eigenen Einfluss und
eigene finanzielle Interessen wahren möchte; sondern dass es einem
ehrlich darum geht, die EU aktiv besser – also bürgerfreundlicher,
weniger bürokratisch und „subsidiärer“ zu machen.

Da heißt es dann natürlich Farbe bekennen: Ist man letztlich nur
„für“ die EU, weil es persönliche Machtinteressen, partikulare
Vorteile oder Ideologien eben gebieten – oder will man wirklich in
erster Linie das Beste für die europäischen Bürger, die europäische
Wirtschaft – für unsere Sicherheit und Kultur? Auch wenn es vielen
nicht in den Kram passen mag: Durch Direktwahl eines Reformkonvents
und durch Volksabstimmungen in allen EU-Ländern, ließe sich die
Europäische Union wieder flott machen! Wenn man nur will…

PS: Wer allerdings in der EU lediglich für persönliche Direktwahl und
Volksabstimmungen eintreten will, weil er meint, dass „das so ja
ohnehin nie kommen wird“, der hat dann andererseits keine Ausrede
mehr, das gleiche auch innerhalb Österreichs umzusetzen bzw.
zuzulassen… Wer traut sich wohl?

Was dürfen wir meinen, was dürfen wir glauben?

 Posted by cb on 4. Februar 2014 at 13:45  Aktuell
Feb 042014
 

Wie frei ist unsere Meinung?

Andere Menschen aufzuhetzen, ist infam. Seine Meinung offen zu äußern, kann für andere äußerst verletzend sein.

Man könnte also die eigenen Meinungen einfach bei sich behalten. Was aber, wenn man danach gefragt wird: soll man dann lügen?

Es ist ziemlich problematisch, wenn manche Meinungen „erlaubt“ sind, andere nicht. Bei Meinungen geht es ja eben NICHT um Fakten. Wenn jemand etwas behauptet (oder leugnet), das erwiesener Maßen falsch ist, dann kann und soll ihm das verboten sein. Meinungen sind aber eher eine Frage des Glaubens. Solange also jemand sagt: „Ich weiß es zwar nicht, kann es nicht beweisen – aber meiner Meinung nach ist dies so oder so…“, ist es eigentlich schwierig, ihm dies zu verbieten. (Da kommt man nahe an die Meinungsdiktatur.) Entscheidend ist wohl letztlich, welche konkreten (Handlungs-)Konsequenzen so eine Meinung nach sich zieht? Wenn jemand nur die Wahrheit sucht, sollte ihm seine Meinung/sein Glaube nicht verboten sein. (Muss man erst eine Religion gründen, um glauben zu dürfen, was man eben glaubt? Solange man keine Rechte oder Forderungen aus dem eigenen Glauben ableitet, sollte dies wohl eher nicht nötig sein.)

Sagt jemand einfach, was er ehrlich empfindet? Oder sagt er etwas, weil er damit ganz konkret etwas bezweckt – möglicher Weise etwas, das anderen mehr oder weniger schaden kann? Darum geht es wohl. Wir sollten den Mut haben, einander gegenseitig unsere Meinungen zuzugestehen. Aber wir sollten nie vergessen, dass es eben nur MEINUNGEN sind. Und uns vielleicht bemühen, sie auf möglichst respektvolle und sensible Weise zu vertreten.

Jan 312014
 

Political Correctness ist ein Armutszeugnis für uns alle.

Eine kollektive Selbstentmündigung. Eine Verstaatlichung des Gewissens.

Besser wäre: einfach Kultiviert miteinander umgehen. Sich in andere hinein versetzen. Zuhören.

PC hat die Menschlichkeit aus dem Herzen/Empfinden in die Vorstellung verlagert. Ist dadurch zu einer Ideologie geworden.

Gleichheit ist dabei die heiligste aller Kühe. Obwohl Gleichheit im Grunde niemandem hilft.

Was eher hilft, ist auf der Seite der Leidenden zu sein. Doch Leiden ist subjektiv. Die Gleichheits-Ideologie hingegen postuliert, dass es eine „objektive“ Gerechtigkeit überhaupt geben könne.

Doch niemand kann jemals wissen, was gerecht ist. Man kann nur versuchen, möglichst empathisch zu sein! Eben menschlich.

Mitgefühl ist der Schlüssel, nicht Gleichmacherei!

Die Bürger sind selber schuld…

 Posted by cb on 3. Januar 2014 at 14:21  Aktuell
Jan 032014
 
Politik ist auch eine Holschuld der Bürger - aber keiner wagt, es ihnen das auch zu sagen... 

Natürlich bekommen wir die Politiker – und die Politik, die wir verdienen. Die Unzufriedenheit der Europäer, mehr noch der Österreicher, nimmt ständig zu. Doch ist der Ruf (der Politiker) einmal ruiniert, lebt es sich (für diese) gänzlich ungeniert: es ist dann „auch schon egal“… Das heißt, dass wir der Politik durch unsere Unzufriedenheit geradezu einen Freibrief geben, weiterzumachen wie bisher. Weil es ja ohnehin kaum noch schlechter werden zu können scheint. (Doch das ist leider ein Irrtum: es kann noch viel schlechter werden!)

Die Unzufriedenheit ist eine starke Energie. Wenn wir sie nützen, kann sie viel bewirken. Doch sie müsste gebündelt – und auf vernünftige, sinnvolle Ziele gerichtet werden. Auf Ziele, die man auch wirklich erreichen kann. Schimpfen, Meckern und Jammern hilft sicher nicht. Die Bürger müssten sich besser informieren, mehr mit den Politikern kommunizieren und stärker am Geschehen partizipieren. Die Politik muss (wieder) merken, dass es den Bürgen nicht egal ist, was „die da oben“ tun!

Bürger sollten außerdem prinzipiell dazu bereit sein, auch selbst für Ämter zu kandidieren. Nur so kann die Politik wieder einen besseren Ruf bekommen. Vor allem die Parteien haben ja einen sehr schlechten Ruf – nicht zu Unrecht – aber man braucht Parteien, um Politik machen zu können. (Sie sollten allerdings nicht so reich und mächtig sein, wie das derzeit in Österreich der Fall ist. Stattdessen sollten die einzelnen Mandatare aufgewertet werden: vor allem dadurch, dass man jeden einzelnen von ihnen direkt und persönlich wählt! Denn dadurch würden letztlich auch die Wähler aufgewertet. Weil Politiker dann eher Stellvertreter und Anwälte ihrer Wähler wären – statt, wie derzeit, Parteienvertreter.)    

Es liegt also ganz wesentlich an uns: wollen wir weiter nur unzufrieden sein – uns letztlich aber dem Status Quo unterwerfen? Oder lieber selbst aktiv werden? Und selbst wenn man der Meinung sein sollte, dass die Politiker eigentlich eine Bringschuld hätten, gegenüber ihren Wählern: was hilft es, wenn sie sie dann doch nicht einlösen? Statt zu schmollen, wäre es wahrscheinlich besser, sich zu informieren, zu artikulieren – und notfalls selbst die Initiative zu ergreifen. (Statt sich durch schöne Reden benebeln, durch Wahlzuckerln bestechen oder gar durch Drohungen beeindrucken zu lassen…)

Political Correctness als Nährboden des Populismus?

 Posted by cb on 1. Januar 2014 at 16:40  Aktuell
Jan 012014
 

Je politisch „korrekter“ die veröffentlichte Meinung und das intellektuelle Establishment, desto weiter scheint die öffentliche Meinung in die Gegenrichtung zu rutschen…

Immer öfter hört man in letzter Zeit von der „Gefahr von rechts“ – und etwa bezogen auf die EU-Wahl, macht sich sogar schon der seriöse ECONOMIST Sorgen (und die europäischen TEA PARTIES zum Titelthema.)

Ein Hauptgrund für den Höhenflug der Populisten (an beiden Enden des politischen Spektrums – zumal einander diese ja oft berühren) könnte die Angst vieler Politiker vor der Wahrheit sein. Sie machen sich und den Bürgern etwas vor: „Wir können Steuern kürzen, Staatsleistungen ausbauen, das Budget konsolidieren – und auch noch Schulden abbauen…“ Wer soll das denn glauben? Im Leben, wie in der Politik, gibt es nun einmal Konflikte, unterschiedliche Anschauungen – und schwer zu lösende Probleme. Die werden sich nicht durch positives Denken und eine rosarote Brille allein lösen lassen. Wer das beschönigt, gießt Wasser auf die Mühlen der Populisten: weil diese dann zu Recht sagen können, „Sie lügen euch an!“

Eines der Hauptübel in diesem Zusammenhang ist wohl all das, was unter „Political Correctness“ läuft. Handelt es sich dabei doch mehr oder weniger um die institutionalisierte Beschönigung… Höflichkeit und Sensibilität sind gut; Differenzierung – statt Vorurteilen – ist ebenfalls gut; Mitgefühl ist sogar sehr gut! Existierende Unterschiede einfach zu leugnen; den Menschen ihre ureigensten Empfindungen mehr oder weniger zu verbieten – ja die öffentliche Meinung gleichsam von oben herab zu verordnen – ist hingegen alles andere als gut. Und es bewirkt oft das genaue Gegenteil dessen, was es bewirken soll… Weil viele Menschen die Täuschung entlarven – und sich die versuchte Manipulation nicht gefallen lassen. (Oft kommt es sogar zu „allergischen“ Überreaktionen. Durch die sich leider wiederum die Gegenseite angespornt fühlt.)

Der ideologische Zweck scheint da fast alle Mittel zu rechtfertigen. So schaukelt sich die Polarisierung kontinuierlich hoch. (Bis zur gegenseitigen Paranoia.) Alles Unerwünschte wird auf die jeweils anderen projiziert.

Zwtl: Letztlich gibt es nur ein Mittel gegen (linke und rechte) Ideologien: Ehrlichkeit. Die Dinge beim Namen nennen…

Ideologien sind bestenfalls Teilwahrheiten – zur Rechtfertigung partikularer Interessen. Sie sind meist gegen jemanden oder etwas gerichtet – und führen daher fast immer zur Eskalation. Wir bräuchten vielleicht einmal ein „ideologiefreies Jahrzehnt“: Begriffe wie „Gutmensch“ oder „neoliberal“, werden viel zu häufig und leichtfertig verwendet. Sie werden dadurch zu „Keulen“, die eine sachliche und differenzierte Diskussion verhindern. Vielleicht sollte man sich manchmal daran erinnern, dass die „anderen“ auch nicht alle dumm oder böse sind – nur weil sie gerade eine andere Meinung oder andere Interessen haben?

Was heißt schon „Bildung“?

 Posted by cb on 26. Dezember 2013 at 11:38  Aktuell
Dez 262013
 

Bildung muss mehr sein, als Wissen, Information und Ideologie…

Wir werden immer mehr zur Abhängigkeit erzogen. Weil ja niemand großes Interesse hat an unabhängigen Menschen. Abhängige Menschen sind „nützlicher“ – zumindest für jene, von denen sie abhängen!

Die Politik in Österreich wird behersscht von Sozialisten, Populisten und Spießern…

Aber bisher gab es noch keine echte Stimme der Freiheit! Und die Freiheit BEGINNT in der Jugend; mit der Bildung. Wenn jemand einmal vom Staat indoktriniert ist, ist es meist zu spät…

Eine Stimme der Jugend muss daher eine Stimme für die Freiheit sein – nur so kann sich was ändern. Man muss den Jungen den Freiraum lassen, sich selbst zu entfalten – und zwar ohne dabei dauernd Kontrolle von außen auszuüben.

Es wird beim Bildungsthema doch (fast nur) mit Schlagworten gearbeitet. Aber selbst wenn jeder Müllarbeiter oder Straßenreinger Magister oder gar Doktor der Soziologie wäre, was änderte das?

Die IDEOLOGIE muss endlich raus aus der Bildung (statt nur durch eine andere ersetzt zu werden!) – darauf käme es an…

Eine Sache ist die Ausbildung: dass die Leute einfach etwas Nützliches lernen.  Wichtigstes „Bildungs-Ideal“ aber wäre wohl, dass Kinder nicht (mehr) dafür belohnt werden, dass sie sich gut verstellen können – also ihre Eigenart aufgeben, möglichst gut verdrängen. Sondern dass sie in ihrer Eigenart bestärkt werden – und in ihren ureigenen Fähigkeiten.

Und dass sie nicht ständig mit diversen Ideologien (Stichwort: Political Correctness) indoktriniert werden – sondern ihre Eigenart ungestört entwickeln, selbst urteilen und entscheiden lernen, ein Bewusstsein für größere Zusammenhänge aufbauen, selbständig Denken lernen – Dinge also wirklich verstehen… (Doch dafür ist niemand, weil keiner ein Interesse hat an eigenständigen Menschen – weder die Parteien, noch Medien, Industrie oder diverse „Experten“ – jeder will nur , dass man IHM glaubt.)

Und da liegt der Haken, dass man schon die Kinder für die eigenen Zwecke nützen möchte – zB, dass sie einen später einmal wählen; dass sie sich als Arbeiter möglichst ausnützen – oder als Konsumenten abspeisen lassen…

Was kommt nach der Ideologie?

 Posted by cb on 18. November 2013 at 17:12  Aktuell
Nov 182013
 

Gesunder Menschenverstand und Pragmatismus…

Ideologien sind Vorstellungen. Sie polarisieren – und blenden zumeist einen Teil der Wahrheit aus. (Weil partikulare Interessen dadurch leichter gerechtfertigt werden können.) Und sie arbeiten gern mit Feindbildern, auf die alles „Negative“ projiziert werden soll… Da dies jedoch wechselseitig passiert, kommt es meist zu einer Pattsituation. Wer diese Blockade überwinden will, müsste als erstes alle ideologischen Patentrezepte hinter sich lassen.

Was aber bedeutet „un-ideologisch“ eigentlich? Im Grunde heißt es wohl vor allem, dass man sich mehr am gesunden Menschenverstand orientiert, eher pragmatisch.

Es gibt ja immer zwei „Pole“: wie die Welt gerade ist; und wie sie sein könnte! Pragmatische Politik müsste zuerst einmal den Status Quo akzeptieren, dann ein Ziel („Ideal“) formulieren; und schließlich danach trachten, den Ist-Zustand diesem Ideal zumindest ein Stück weit anzunähern.

Und vielleicht sollte sich eine post-ideologische Politik auch mehr am subjektiven Empfinden orientieren? Denn Glück und Zufriedenheit sind nun einmal in erster Linie Gefühle, lassen sich daher auch nicht so genau messen. Aber sie sind das, was die meisten Menschen vor allem anstreben… (Auch wenn man es oft nicht so gerne zugeben möchte – weil sich ja Empfindungen nicht so leicht kontrollieren lassen.)

In der Vorstellung sind wir „mächtig“; denn vorstellen kann man sich fast alles. Vorstellung ist „konstruierte“ Wirklichkeit. (Die sich nicht zuletzt am jeweiligen Eigennutz orientiert.) Das Empfinden lässt sich hingegen nicht so leicht manipulieren… Die bürgerliche Welt ist eine Vorstellungswelt. Und auch eine Verstellungswelt. Der Schein zählt oft mehr als das Sein. (Problematisch wird es, wenn so genannte „evidenzbasierte“ Entscheidungen dann aufgrund des Scheins getroffen werden.)

Ideologien geben gerne vor, objektiv zu sein. Aber das Leben selbst ist eben nicht „objektiv“ – es ist ein Prozess subjektiver, individueller Erfahrungen. (Subjektives dennoch „objektiv“ zu nennen, ist eine Lüge…)

Was bedeutet „Aufklärung“ heute (noch)?

 Posted by cb on 14. November 2013 at 13:28  Aktuell
Nov 142013
 

Viele reden oft und gerne über „die Aufklärung“. Was meinen sie eigentlich damit?

Die historische Epoche der Aufklärung ist lange her – einige der ursprünglichen Ziele ziemlich unwiderruflich verankert; andere wiederum, vielleicht auch nicht mehr ganz zeitgemäß… Was also kann heute noch damit gemeint sein?

Aufklärung betrifft Tabus, Glaubenssysteme und Ideologien. Damals ging es um eine Emanzipation gegenüber Adel und Klerus. Die sind aber heute wirklich nicht mehr sehr mächtig! Sie sind wohl durch Staat, Wissenschaft, Industrie, aber auch Medien ersetzt worden… Diesen gegenüber bedürfte es also eher einer „neuen“ Aufklärung.

Was wir hingegen heute als Aufklärung bezeichnen, ist meist selbst eine Ideologie. Eine erzkonservative sogar.

(Auch „die Moderne“ ist übrigens ja lange vorbei – dennoch wollen viele – vermeintlich fortschrittliche, im Grunde aber reaktionäre Geister – nach wie vor alles „modernisieren“. Wäre da nicht vielleicht eher etwas wie „Geistesgegenwart“ gefragt?)

Und auch die Ziele der französischen Revolution sind längst zur Ideologie verkommen: „Freiheit“ bedeutet dann immer mehr „Rechte auf…“; Gleichheit ist zusehends zum willkommenen Vorwand für die Entmündigung und Enteignung der Bürger geworden; und „Brüderlichkeit“ wird oft mit Kollektivismus, Zwangsbeglückung und Tugendterror verwechselt.

Wir bräuchten wohl längst eine neue – geistige, individuelle, „innere“ Revolution: die Befreiung des Einzelnen von all den äußeren Autoritäten – statt ständig nur von einer Abhängigkeit in die nächste zu wechseln. (Kaum waren wir doch jemals so abhängig, wie heute: vom Staat, vom Konsum, von Medien, von Experten…)

Wir brauchen jetzt eher Aufklärung darüber, wie sehr wir vom Staat bevormundet und beschnitten werden; wie groß unsere Konsumabhängigkeit – und deren Folgen! – geworden sind; wie unnatürlich (und ungesund) unsere Lebensweise geworden ist; wie schädlich es ist, dass sich die Staaten immer stärker verschulden; wie sehr „Wissenschaft“ mitunter auch zu einer Ideologie werden kann (die Menschen nicht befreit und ermächtigt – sondern abhängig und hörig macht); wie gefährlich es schließlich sein kann, dass wir immer weniger Werte schöpfen, dafür aber immer mehr Werte verbrauchen (was sich sowohl in der Kultur, als auch in der Natur zeigt!)

Wie weit wir also entfernt sind von einer Blüte – und wie nahe dem Verfall…

Europa bräuchte wohl viel eher wieder einmal eine echte Renaissance – statt ständig neuer Aufgüsse von „Aufklärung“ – oder?

WAS KOMMT NACH DEN GRÜNEN?

 Posted by cb on 21. Oktober 2013 at 14:55  Aktuell
Okt 212013
 

Die Grünen hatten damals die „Grenzen des Wachstums“ als Meta-/Mega-Trend – das war zum ersten Mal, dass die natürlichen Ressourcen global knapp zu werden drohten…

Aber die Grünen betreiben noch immer Symptombekämpfung! Sie sind noch im alten Paradigma (der Bevormundung.) Sie wollen weiter möglichst ZENTRAL steuern; glauben an große Institutionen, an die allgemeine „Plan- und Machbarkeit“ – und an den Gleichheitsmythos.

Wenn aber vor allem die „Gleichheit“ im Zentrum steht, bleibt die Menschlichkeit oft auf der Strecke… Menschlichkeit ist ja letztlich subjektiv – also eine Frage des Empfindens. Man kann sie also nicht messen. (Gleichheit hingegen, ist oft eher eine Vorstellung, ein Konzept. Weil ja häufig Menschen, Dinge und Situationen verglichen werden, die man eigentlich gar nicht richtig vergleichen kann.)

Was wäre nun der NÄCHSTE Schritt?

Jetzt ginge es vielleicht darum, wieder stärker zur SELBST-Steuerung – und -organisation zu gelangen. Eine neue Generation von Individuen, die nicht mehr freiwillig die Verantwortung abgeben wollen – um  SELBST urteilen und entscheiden zu können – um unabhängiger zu sein.

Die Freiheit, selbst zu entscheiden, ist doch die vielleicht wichtigste Freiheit überhaupt!  (Und Freiheit gibt es eben nicht im Kollektiv, sondern nur individuell. Aber sie sollte für ALLE Individuen gelten.)

Tun, was man WIRKLICH will – dabei aber nicht rücksichtslos, sondern auch mitfühlend – also sozusagen ein „empathischer Individualismus“…

Und Nachhaltigkeit – aber auch im ökonomischen Sinne. (Größere „Ehrlichkeit gegenüber Problemen aller Art: Lösen statt verdrängen.)

Kreative Wertschöpfung

Wertschöpfung kann sich auf materielle und immaterielle Werte beziehen. Eben schöpferisch… Die Grünen waren schon in der Nähe: aber sie wollen noch immer alle gleich machen, notfalls mit Hilfe von Staatsgewalt. (Und sie glauben weniger an die innere Autorität des Individuums, mehr an die „äußere Autorität“ von Experten…)

Braucht es wirklich Zwang und Bevormundung? Man könnte doch auch aus Liebe zur Natur oder zu den Mitmenschen handeln?

PS: Freiheit und Mitgefühl kosten nichts. Und Ehrlichkeit auch nicht!

Gleichheit gibt es im Grunde nur in der Theorie…

 Posted by cb on 15. Oktober 2013 at 14:38  Aktuell
Okt 152013
 

Der Gleichheitsgrundsatz ist vor allem ein „Hygiene“-Faktor!

Nichts und niemand ist jemals ganz gleich. (Und wäre es doch so, könnte man es zumindest nicht messen…) Die meisten Menschen sind einander mehr – oder auch weniger – ähnlich. Warum sollten dann Unterschiede geleugnet werden? Müssen wir lügen? Nein, wir sollten zwar höflich und konstruktiv miteinander umgehen – dabei aber bei der Wahrheit bleiben.

Ist es „gerecht“, dass jeder auf der Autobahn nur 130 fahren darf? Natürlich nicht – aber praktisch ist es! (Guter Fahrer, neues Auto, starke Bremsen, volle Konzentration, gutes Seh- und Reaktionsvermögen – es gibt so viele mögliche Unterschiede… Dennoch müssen sich alle „gleich“ an das Tempolimit halten! Nur ein Beispiel von vielen.)

Mit dem Gleichheitsgrundsatz verhält es sich ähnlich, wie mit der Demokratie: es gibt sie (zum Glück) beide – weil uns noch nichts Besseres eingefallen ist. Dies müsste uns aber nicht daran hindern, möglichst fein zu differenzieren.

Und zum Glück gibt es, neben Demokratie und Rechtsstaat, auch noch den Markt. Dort zählen Leistung, Qualität und individuelle Werturteile. Nicht alles im Leben ist ein Markt, aber auch nicht alles ist „Demokratie“ – und nicht in allem sind alle gleich…

Jeder muss sich letztlich selbst befreien!

 Posted by cb on 8. September 2013 at 13:31  Aktuell
Sep 082013
 

Der Künstler Jonathan Meese hat einmal gesagt: „Nie freiwillig Verantwortung abgeben!“

Das ist ein Schlüssel, denn hier beginnt es: Wer Verantwortung abgibt, verliert dadurch auch seine Freiheit. Und die Freiheit bekommen wir nur zurück, indem wir wieder mehr Eigenverantwortung übernehmen…

Und Frank Stronach hat gesagt: Wir brauchen eine „geistige Revolution“. Aber er hat noch nicht gesagt, wie diese aussehen sollte…

Das Zeitalter der polarisierenden Ideologien und ihrer bürokratischen Institutionen ist vorbei. Der Glaube an die Plan- und Machbarkeit von allem, wird sich auch nicht mehr lange aufrechterhalten lassen… Selbstorganisation, Eigenvorsorge, innere und äußere Unabhängigkeit werden gefragt sein.

„Selber denken“, heißt ein neues Buch von Harald Welzer. (Aber auch selber empfinden und fühlen, könnte man hinzufügen.)

Und nur glauben, was man wirklich selber glaubt. (Und nicht, was einem dieser oder jener einredet.)

Doch nur, wer den Ideologien aller Lager den Wind aus den Segeln nehmen kann, wird mit einer liberalen Politik der Mitte eine Chance haben.

Die Ideologien sind ja Teilwahrheiten – irgendwie, irgendwo haben sie alle auch ein wenig recht… Und das muss man ihnen auch konzedieren – dann aber auch jene Teile entlarven, die schlichtweg falsch und verlogen sind!

Mehr Freiheit, weniger Steuern…

 Posted by cb on 14. Juli 2013 at 13:29  Aktuell
Jul 142013
 

Je weniger Freiheit die Bürger haben, desto „teurer“ wird der Staat. Denn wenn der Staat für alles zuständig ist, sich überall einmischt, alles regelt, so erfordert das großen bürokratischen Aufwand – und entsprechend hohe Kosten. Je selbständiger und eigenverantwortlicher hingegen die Bürger sind, desto weniger brauchen sie den Staat. Und desto weniger Geld – also Steuergeld – braucht dieser Staat. (Es darf nicht so weit kommen, dass alles verboten ist – außer den Dingen, für die man Steuern zahlen muss.)

Wir können also beides haben: mehr Freiheit und eine geringere Steuerlast!

Wir müssen nur aufhören zu glauben, dass es der Staat immer nur „gut mit uns meint…“

 

Aufklärung ODER Political Correctness?

 Posted by cb on 21. Juni 2013 at 15:03  Aktuell
Jun 212013
 

Es gibt im Grunde fast nichts „Unaufgeklärteres“ als die Political Correctness.

Aufklären heißt ja entlarven: Ideologien, Verdrängtes, Halbwahrheiten…

Im Grunde ginge es also darum, die Dinge möglichst exakt „beim Namen zu nennen“. Ohne Tabus, ohne Übertreibung, ganz ehrlich.

DAS wäre „aufklärerisch“. Wir bräuchten vielleicht eine neue Aufklärung, gerade gegenüber der PC – nur so kann man Ideologien überwinden – und damit auch den chronischen Stillstand! (Der ist ja ein Patt – und kann nicht überwunden werden, weil ALLE polarisieren – einander gegenseitig die Schuld zuschieben – weil niemand das aussprechen will, was ja an sich fast alle wissen: dass wir uns nämlich ALLE werden ändern müssen, wenn sich wirklich etwas ändern soll.)

Sonst werden wir nämlich den Stillstand nie überwinden. Man muss die Ursachen analysieren – und dann „SAGEN, WAS IST“ (- das ist immer noch die größte Revolution…)

Political Correctness sind aber letztlich vor allem ideologische Moral-Vorstellungen. Die Alternative dazu wäre wohl eher die gute alte „Goldene Regel“: behandle andere „mitfühlend“, versetze dich in sie hinein…

Die Zukunft läge gleichsam in einer Überwindung der polarisierenden Ideologien – und vor allem jener der Political correctness.

PS: Wir sind natürlich noch immer stark geprägt von der Frz. Revolution – im Glauben an Staat, Bürokratie, Gleichheit/Kollektivismus, Soziologie/Wissenschaft, Machbarkeitsdenken, Materialismus, Ideologien und Institutionen aller Art…

Wirklich „wissenschaftlich“ aber wäre es, völlig neutral an alle Fragestellungen heranzugehen – unvoreingenommen zu schauen und zu beschreiben – und nicht mit zweierlei Maß zu messen oder von vornherein Partei zu ergreifen!

Viele verwechseln auch Aufklärung mit (Gegen-)Propaganda. Doch im Grunde ging es ja in der Aufklärung und Frz. Revolution um die Emanzipation gegenüber Adel und Klerus. Die stellen aber heute wirklich keine „Gefahr“ mehr da. An ihrer Stelle sind aber jetzt der Staat und seine vielen Institutionen – und eine „Wissenschaft“, die man vielleicht eher als Soziologie (oder einfach Ideologie) bezeichnen könnte.

Die Menschen sind aber mittlerweile wohl mindestens so unfrei. Sie haben nur ihre Abhängigkeiten gewechselt: jetzt sind es eben der Staat, der passive Konsum (nicht zuletzt von Medien) – und das Wissen von „Experten“.

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