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Agenda 2050

Ghost writer?

 Posted by admin on 27. Februar 2011 at 23:49  Aktuell
Feb 272011
 

Wenn ein Politiker sich für seine Arbeit von anderen eine Rede schreiben lässt, ist das OK. Wenn er aber in einer Dissertation (die nichts mit seiner politischen Arbeit zu tun hat) einem anderen die Routinearbeit überlässt – dann ist das eine Staatsaffäre… Soll sich ein Politiker auf seine Arbeit konzentrieren oder auf Fußnoten und Anführungszeichen?

Glaubt irgend jemand, dass es jemals einen (guten) Politiker gab, der nicht gelogen hat?

Lamas mit Hüten

 Posted by admin on 9. Januar 2011 at 21:46  Aktuell
Jan 092011
 

Verteilungsgerechtigkeit gibt es nicht

 Posted by admin on 9. Januar 2011 at 15:01  Aktuell
Jan 092011
 

Viele verstehen unter „Verteilungsgerechtigkeit“ einfach: wir nehmen jemandem etwas weg. Die anderen wieder sagen: Meins muss meins bleiben! Wem steht wirklich etwas zu? Recht ist letztlich immer auch das Recht der Stärkeren. (Oder der Mehrheit.)

Vieles ist einfach Konvention, manches Pragmatismus. In einer demokratischen Republik soll das Recht „vom Volk“ ausgehen. Aber das ist auch eher theoretisch. Recht ist eine ziemlich vage Angelegenheit, man sollte sich nicht zu sehr darauf verlassen. Wer von Anfang an immer nur auf seine Rechte pocht – und nie an entsprechende Pflichten denken will, der könnte enttäuscht werden… Das Wort „Hilfe“ wird ja auch oft falsch verstanden: die anderen sollen es für mich machen.

Wer bestimmt, was wem gerecht wird? Ein Mensch wird als einzigartiges Individuum geboren. Wer hätte ein Recht, da einzugreifen? Jeder soll die Möglichkeit haben, sich seinen Anlagen gemäß entwickeln zu können. Und dafür die Pflicht, das Beste aus den eigenen Fähigkeiten zu machen… Wer sich ehrlich bemüht und dabei scheitert, soll Hilfe erhalten. Doch der Staat greift viel zu früh ein – statt erst einzugreifen, wenn konkrete Probleme auftreten. Und die Gleichschaltung seitens der Gesellschaft hat immer weniger mit Gerechtigkeit zu tun. Es geht immer mehr einfach darum, Menschen als Wähler („Stimmvieh“) und Konnsumenten von allem möglichen gefügig zu machen.

Das eigentliche Kapital sind die Fähigkeiten und Ideen der Menschen – da entsteht primäre Wertschöpfung.

Wenn man sich nicht wie Hans-im-Glück aus sich selbst vertreiben lässt. Sich nicht verstellt, verkauft, verliert… Natürlich sind viele Ressourcen knapp; natürlich entsteht dadurch Konkurrenz. Und auch Preise sind zentral: wenn aber viele Menschen Dinge anstreben, die sie gar nicht brauchen, die nichts oder nur wenig mit ihnen zu tun haben – etwa deshalb, weil gerade viele andere diese Dinge haben – dann verzerrt das natürlich auch das Preisgefüge. (Stichwort: Modetrends und Kollektivismus.)

Das Problem am Kapitalismus ist eher der Materialismus. Sicher nicht die Ungleichheit. Gleichheitswahn befriedigt vor allem Neidgefühle und Ressentiments. Das Seltene ist doch das Wertvolle – also die Vielfalt! Warum also alle(s) gleich machen? Umverteilung ist letztlich ein Missverständnis. Im Endeffekt nimmt man den Menschen dadurch ihre Identität – und gibt ihnen dafür Ersatzbefriedigungen. Doch diese erfordern, wie jede Kompensation, ständige Dosissteigerung – bis zur Sucht. Und das verschärft weiter die Verteilungskämpfe…

Umverteilung bezieht sich außerdem immer auf Geld. Schicksal kann man nicht umverteilen. Intelligenz und andere Fähigkeiten; Gesundheit und Langlebigkeit – was wiederum hohe Pensionsleistungen seitens des Staates erfordert – aber auch Attraktivität und Beliebtheit, sind ja ebenfalls ungleich verteilt. Warum also soll dann etwa nur das Erben von materiellem Vermögen besteuert werden? Bräuchte es da nicht gleich auch eine Erbschaftssteuer auf gute Gene?

Und sind Verlierer bessere Menschen? Haben sie nicht genauso im Casino mitgespielt? Wären sie im Grunde nicht genauso gierig?

Was wir brauchen, ist Solidarität mit jenen, denen es wirklich schlecht geht. Mitgefühl mit den Leidenden. Doch die staatliche Umverteilungspolitik hilft oft ja nicht jenen, die es wirklich nötig haben; sondern vor allem jenen, von denen man hofft, dass sie einen vielleicht wählen könnten. Umverteilung ist also weniger die Umverteilung des Reichtums von den Reichen zu den Armen; sondern eher Umverteilung der Macht – von den Bürgern zum Staat!

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