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Natürlich liberal…

 Posted by cb on 22. Juni 2016 at 14:44  Aktuell
Jun 222016
 

…freies Spiel ALLER Kräfte!

Warum kann man die Dinge, die Menschen, das Leben nicht einfach fließen, sich entfalten, wachsen und wieder vergehen lassen? Warum glauben wir, uns überall einmischen zu müssen? Immer das Richtige erkennen zu können? Warum halten wir uns für so mächtig,  alle Dinge immer in den Griff bekommen zu können?

Man könnte doch einfach die Dinge wachsen, fließen, sich entwickeln lassen. Die Natur, die Kultur, die Menschen… Ganzheitlicher Liberalismus sozusagen; das hieße letztlich, möglichst freies Spiel aller Kräfte– statt Einmischung, Bevormundung.

Vor allem auch Vertragsfreiheit. Möglichst ideologiefrei. Weder Beharrung als Selbstzweck; noch Veränderung als Selbstzweck. Fortschritt ist immer gut, wenn es wirklich einer ist – also eine spürbare Verbesserung oder Problemlösung.

Und jeder soll doch auch glauben können, was er eben glauben will und kann…

Die Soziologie versucht – überspitzt formuliert – eine „natürliche“ Ordnung immer mehr durch eine „unnatürliche“ zu ersetzen. Alles ist geplant, „gemacht“. Man möchte nichts sich selbst überlassen. Alles Ideologische wird verherrlicht. Jede Ideologie wird dem von selbst Gewachsenen vorgezogen.

Nichts darf  sich mehr von selbst entfalten, sich frei entwickeln – überall wird eingegriffen. In die Erziehung und Bildung; in die Wirtschaft, das Unternehmerische; aber auch in die Natur. Dabei wird mit zweierlei Maß gemessen: es gibt immer Gegner und Befürworter, bei den meisten dieser Eingriffe. Hauptsache wir haben ein Feindbild…

Ideologien sind im Grunde Kopfgeburten: Im Kopf kann jeder schalten und walten, wie er will… Aber das Leben findet nicht nur in unserer Vorstellung statt. Sondern auch im Empfinden jedes einzelnen Menschen. Gefühle sind letztlich sogar viel „ehrlicher“ als Vorstellungen. (Man kann sie nicht so leicht manipulieren.) Empfindungen sind oft ambivalent, vielfältig, „bunt“. Nicht einfach schwarz-weiß – wie die Vorstellungen, die  Ideologien.

Der Glaube an die Plan- und Machbarkeit hat sich seit Aufklärung und Französischer Revolution fast bis zum Größenwahn gesteigert.

„Natürlicher Liberalismus“, hieße hingegen freies Spiel ALLER Kräfte. Nicht nur jener, die einem zufällig genehm sind. Natürlich ist es sinnvoll einzugreifen, wenn es zu Übertreibungen kommt, wenn sich Dinge schlecht entwickeln. Aber warum muss denn immer schon im Voraus eingegriffen werden – noch bevor man überhaupt ahnt, wie sich eine Sache oder Situation entwickeln wird? (Noch dazu, wo ja selten pragmatisch, fast immer jedoch entsprechend verschiedener Ideologien eingegriffen wird?)

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