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Neo-Liberalismus – was ist das?

 Posted by cb on 6. April 2015 at 17:07  Aktuell
Apr 062015
 

Über den “Neoliberalismus” schimpfen derzeit vor allem jene, die Demokratie am liebsten mit Sozialismus verwechseln. Die Demokratie hat natürlich etwas Nivellierendes – weil ja jeder genau eine Stimme hat. Egal, ob er intelligent, gebildet, engagiert, anständig, fleißig ist – oder nicht. Das mag zwar ungerecht sein, aber es stimmt dennoch, dass die Demokratie noch immer mit Abstand das beste Herrschaftssystem von allen ist. Denn natürlich haben die Wähler nicht immer recht – aber sie bekommen immerhin regelmäßig die Chance, ihre Fehler wieder zu korrigieren…

In der Politik ist die Demokratie das beste System, das wir kennen. In der Wirtschaft ist es hingegen der Markt. In gewisser Weise ist natürlich auch die Demokratie ein Markt – und der Markt eine Art von Demokratie. Abe es gibt einen Unterschied: auf dem Markt sind nicht alle gleich. Auf dem Markt sind jene besser, die kreativer sind, mehr leisten, größeren Nutzen stiften. Beides ist in gewisser Weise gerecht: die Gleichheit an der Wahlurne – und die Ungleichheit auf dem Markt.

Demokratie, Rechts- und Sozialstaat garantieren jedem Bürger ein Minimum an Einfluss, Grundrechten und Sicherheit. Sie stellen gleichsam einen “Hygienefaktor” dar – das heißt, sie können Menschen nicht glücklich machen, ihnen nicht zu einem erfüllten Leben verhelfen. Aber sie können allen Menschen einen gewissen Schutz bieten, gewisse Minimalstandards, ein Fundament.

Glücklich, wirklich zufrieden, schöpferisch und produktiv,  kann aber letztlich jeder nur selbst werden. Man kann (und soll) jedem, der hilfsbedürftig ist, auch Hilfe anbieten. (Aber man sollte niemanden “zwangsbeglücken”, der gar nicht um Hilfe gebeten hat!)

Nicht Gleichheit ist von vorrangiger Bedeutung, sondern Menschlichkeit, Mitgefühl, Toleranz. Nivellierung fördert nicht die Integration. Im Gegenteil – sie fördert die Diskriminierung: als unmittelbare Reaktion darauf, dass Ungleiches gleich behandelt worden ist…

Das beste Mittel gegen Diskriminierung, heißt Differenzierung. Oder anders formuliert: Ehrlichkeit! Die Leute wollen nicht angelogen werden. Sie wollen die Wahrheit hören. Und sie wollen auch das, was sie selbst als gut und richtig empfinden, offen artikulieren können. Und wer ihnen das verbieten möchte, sollte sich lieber nicht wundern, wenn er damit genau das Gegenteil dessen bewirkt, was er erreichen zu wollen vorgibt…

PS: sowohl der Markt als auch die Demokratie funktionieren leider nicht immer so, wie wir es gerne hätten. Parteien, Konzerne, Medien, aber auch Experten aller Art, können Oligarchien, Monopole oder Kartelle bilden. Und es ist dann eher sekundär, von wem wir bevormundet, entmündigt oder enteignet werden… Es geht immer öfter nicht um die Frage: Staat oder Privat – immer mehr um Groß versus Klein, Institutionen aller Art versus Individuum, Schuldprojektion oder Eigenverantwortung. Small is beautiful…

 

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