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Meinungsfreiheit ist wichtig…

 Posted by cb on 2. August 2014 at 14:59  Aktuell
Aug 022014
 

zumal man ohnehin niemanden seine Meinung verbieten kann – man kann ihn nur bestrafen, wenn er sie äußert! Also erst nachher… Das wird andere dann vielleicht hindern, ihre Meinung – die sie ja auf jeden Fall haben – ebenfalls zu äußern. Ist das sehr sinnvoll?

Die Meinung wird dann immerhin weniger verbreitet. Anderen wird bewusst, dass der Inhalt der Meinung zumindest problematisch ist. Das Klima wird weniger vergiftet.

Andererseits jedoch, haben Verbote immer auch ihren Reiz: Nämlich gerade erst recht das Verbotene zu tun… Außerdem führen sie oft zu geradezu „allergischen“ Gegenreaktionen. Der Reiz führt dann zur Überreaktion – wodurch sich wiederum die andere Seite (also jene, die das Verbot ausgesprochen, sich dafür ausgesprochen haben) herausgefordert fühlt (bzw. bestätigt): wodurch sich die Spirale weiter bewegt…

Am Ende kann es sein, dass beide Seiten mehr oder weniger Gespenster jagen – die einander gegenseitig am “Leben” erhalten. 

Letztlich sollte es doch vor allem um Menschlichkeit gehen; um Empathie und Fingerspitzengefühl. Und darum zu differenzieren: Manchmal kann schon eine Kleinigkeit verletzen; manchmal ein viel größerer Anlass hingegen nicht… Statt sich stur an Ge- und Verbote zu halten – die meist mit der jeweiligen „ideologischen Mode“ gehen – wäre es vielleicht besser, ein Sensorium zu entwickeln, was man wann und wie sagen kann. (Wenn jemand andere bewusst verletzen will, dann wird er immer einen Weg finden, aber das ist etwas anderes.)

Viel wichtiger als die politisch korrekte Wortwahl sollte es doch eigentlich sein, den anderen zu vermitteln, dass man auf sie Rücksicht nimmt, mitfühlt, ihnen gerecht werden möchte. Das wäre doch eigentlich Kultur. Letztlich geht es doch viel eher darum, wie etwas gemeint ist: wenn es böse gemeint ist, findet sich immer ein Weg, es auch auf „legale“ Weise zu artikulieren. (Und wenn diese dann auch verboten wird, eben auf wieder andere Weise… Usw.)

Die Absicht zählt; und die Bemühung, andere so zu behandeln, wie diese dies möchten – sofern ihnen das auch einiger Maßen „zusteht“. (Niemand sollte z.B. von anderen verlangen dürfen, dass diese lügen – nur weil ihm selbst die Wahrheit nicht genehm ist – oder?) 

Meinungsfreiheit ist letztlich Gedankenfreiheit – und die kann einem ohnehin niemand nehmen. Lippenbekenntnisse bringen uns nicht weiter. Eher schon Respekt und Dialogbereitschaft.

Und Toleranz ist keine Einbahnstraße…

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