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Vision 2050

DieMitte

Agenda 2050
Jan 312014
 

Political Correctness ist ein Armutszeugnis für uns alle.

Eine kollektive Selbstentmündigung. Eine Verstaatlichung des Gewissens.

Besser wäre: einfach Kultiviert miteinander umgehen. Sich in andere hinein versetzen. Zuhören.

PC hat die Menschlichkeit aus dem Herzen/Empfinden in die Vorstellung verlagert. Ist dadurch zu einer Ideologie geworden.

Gleichheit ist dabei die heiligste aller Kühe. Obwohl Gleichheit im Grunde niemandem hilft.

Was eher hilft, ist auf der Seite der Leidenden zu sein. Doch Leiden ist subjektiv. Die Gleichheits-Ideologie hingegen postuliert, dass es eine „objektive“ Gerechtigkeit überhaupt geben könne.

Doch niemand kann jemals wissen, was gerecht ist. Man kann nur versuchen, möglichst empathisch zu sein! Eben menschlich.

Mitgefühl ist der Schlüssel, nicht Gleichmacherei!

Die Bürger sind selber schuld…

 Posted by cb on 3. Januar 2014 at 14:21  Aktuell
Jan 032014
 
Politik ist auch eine Holschuld der Bürger - aber keiner wagt, es ihnen das auch zu sagen... 

Natürlich bekommen wir die Politiker – und die Politik, die wir verdienen. Die Unzufriedenheit der Europäer, mehr noch der Österreicher, nimmt ständig zu. Doch ist der Ruf (der Politiker) einmal ruiniert, lebt es sich (für diese) gänzlich ungeniert: es ist dann „auch schon egal“… Das heißt, dass wir der Politik durch unsere Unzufriedenheit geradezu einen Freibrief geben, weiterzumachen wie bisher. Weil es ja ohnehin kaum noch schlechter werden zu können scheint. (Doch das ist leider ein Irrtum: es kann noch viel schlechter werden!)

Die Unzufriedenheit ist eine starke Energie. Wenn wir sie nützen, kann sie viel bewirken. Doch sie müsste gebündelt – und auf vernünftige, sinnvolle Ziele gerichtet werden. Auf Ziele, die man auch wirklich erreichen kann. Schimpfen, Meckern und Jammern hilft sicher nicht. Die Bürger müssten sich besser informieren, mehr mit den Politikern kommunizieren und stärker am Geschehen partizipieren. Die Politik muss (wieder) merken, dass es den Bürgen nicht egal ist, was „die da oben“ tun!

Bürger sollten außerdem prinzipiell dazu bereit sein, auch selbst für Ämter zu kandidieren. Nur so kann die Politik wieder einen besseren Ruf bekommen. Vor allem die Parteien haben ja einen sehr schlechten Ruf – nicht zu Unrecht – aber man braucht Parteien, um Politik machen zu können. (Sie sollten allerdings nicht so reich und mächtig sein, wie das derzeit in Österreich der Fall ist. Stattdessen sollten die einzelnen Mandatare aufgewertet werden: vor allem dadurch, dass man jeden einzelnen von ihnen direkt und persönlich wählt! Denn dadurch würden letztlich auch die Wähler aufgewertet. Weil Politiker dann eher Stellvertreter und Anwälte ihrer Wähler wären – statt, wie derzeit, Parteienvertreter.)    

Es liegt also ganz wesentlich an uns: wollen wir weiter nur unzufrieden sein – uns letztlich aber dem Status Quo unterwerfen? Oder lieber selbst aktiv werden? Und selbst wenn man der Meinung sein sollte, dass die Politiker eigentlich eine Bringschuld hätten, gegenüber ihren Wählern: was hilft es, wenn sie sie dann doch nicht einlösen? Statt zu schmollen, wäre es wahrscheinlich besser, sich zu informieren, zu artikulieren – und notfalls selbst die Initiative zu ergreifen. (Statt sich durch schöne Reden benebeln, durch Wahlzuckerln bestechen oder gar durch Drohungen beeindrucken zu lassen…)

Political Correctness als Nährboden des Populismus?

 Posted by cb on 1. Januar 2014 at 16:40  Aktuell
Jan 012014
 

Je politisch „korrekter“ die veröffentlichte Meinung und das intellektuelle Establishment, desto weiter scheint die öffentliche Meinung in die Gegenrichtung zu rutschen…

Immer öfter hört man in letzter Zeit von der „Gefahr von rechts“ – und etwa bezogen auf die EU-Wahl, macht sich sogar schon der seriöse ECONOMIST Sorgen (und die europäischen TEA PARTIES zum Titelthema.)

Ein Hauptgrund für den Höhenflug der Populisten (an beiden Enden des politischen Spektrums – zumal einander diese ja oft berühren) könnte die Angst vieler Politiker vor der Wahrheit sein. Sie machen sich und den Bürgern etwas vor: „Wir können Steuern kürzen, Staatsleistungen ausbauen, das Budget konsolidieren – und auch noch Schulden abbauen…“ Wer soll das denn glauben? Im Leben, wie in der Politik, gibt es nun einmal Konflikte, unterschiedliche Anschauungen – und schwer zu lösende Probleme. Die werden sich nicht durch positives Denken und eine rosarote Brille allein lösen lassen. Wer das beschönigt, gießt Wasser auf die Mühlen der Populisten: weil diese dann zu Recht sagen können, „Sie lügen euch an!“

Eines der Hauptübel in diesem Zusammenhang ist wohl all das, was unter „Political Correctness“ läuft. Handelt es sich dabei doch mehr oder weniger um die institutionalisierte Beschönigung… Höflichkeit und Sensibilität sind gut; Differenzierung – statt Vorurteilen – ist ebenfalls gut; Mitgefühl ist sogar sehr gut! Existierende Unterschiede einfach zu leugnen; den Menschen ihre ureigensten Empfindungen mehr oder weniger zu verbieten – ja die öffentliche Meinung gleichsam von oben herab zu verordnen – ist hingegen alles andere als gut. Und es bewirkt oft das genaue Gegenteil dessen, was es bewirken soll… Weil viele Menschen die Täuschung entlarven – und sich die versuchte Manipulation nicht gefallen lassen. (Oft kommt es sogar zu „allergischen“ Überreaktionen. Durch die sich leider wiederum die Gegenseite angespornt fühlt.)

Der ideologische Zweck scheint da fast alle Mittel zu rechtfertigen. So schaukelt sich die Polarisierung kontinuierlich hoch. (Bis zur gegenseitigen Paranoia.) Alles Unerwünschte wird auf die jeweils anderen projiziert.

Zwtl: Letztlich gibt es nur ein Mittel gegen (linke und rechte) Ideologien: Ehrlichkeit. Die Dinge beim Namen nennen…

Ideologien sind bestenfalls Teilwahrheiten – zur Rechtfertigung partikularer Interessen. Sie sind meist gegen jemanden oder etwas gerichtet – und führen daher fast immer zur Eskalation. Wir bräuchten vielleicht einmal ein „ideologiefreies Jahrzehnt“: Begriffe wie „Gutmensch“ oder „neoliberal“, werden viel zu häufig und leichtfertig verwendet. Sie werden dadurch zu „Keulen“, die eine sachliche und differenzierte Diskussion verhindern. Vielleicht sollte man sich manchmal daran erinnern, dass die „anderen“ auch nicht alle dumm oder böse sind – nur weil sie gerade eine andere Meinung oder andere Interessen haben?

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