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Geistige Revolution

 Posted by cb on 27. März 2012 at 15:33  Aktuell
Mrz 272012
 

Reformen statt Revolutionen

Die letzte große Revolution war die Französische – es war die Revolution von Staat und Bürokratie, aber auch von Soziologie und Ideologie. (Es war eine kollektivistische, technokratische, zentralistische, aber auch materialistische Revolution.)

Anstelle der Abhängigkeit von den äußeren Autoritäten Adel und Klerus, trat die Abhängigkeit von den äußeren Autoritäten Staat und Wissenschaft. Wir bräuchten jetzt eine individuelle, innere Revolution. Die Befreiung unserer inneren, von all den äußeren Autoritäten…

Die Political Correctness („Soziologie als Leitwissenschaft“) ist wohl ein Auswuchs der Aufklärung – und eine letzte Folge der Frz. Revolution.

Der Sozialismus wurde vom materiell-ökonomischen Bereich zusehends auf den gesellschaftlich-geistigen ausgedehnt. („Alle Menschen SIND gleich – oder müssen eben gleich gemacht WERDEN…“)

„Unsere Bestimmung heißt Staat“

Hat (je)der Mensch eine individuelle Bestimmung – oder ist die Menschheit nur ein Kollektiv?

Die großen Blütezeiten Europas waren Antike, Renaissance und Aufklärung. Europa bräuchte endlich wieder eine kreative Renaissance…

Letztlich geht es doch auch um Kultur. Es geht aber auch um kreative Wertschöpfung. (Qualität,  Kostenwahrheit, Effizienz…) Probleme (mit möglichst minimalem Aufwand) lösen, statt sie zu verdrängen. Ressourcen einsetzen, wo sie den höchsten subjektiven Nutzen stiften, die größte subjektive Zufriedenheit.

„Subjektive, individuelle Werttheorie“ – Stichwort: Glück ist wichtiger als Geld…!“) Kultur bedeutet aber letztlich auch „Charakter“…

Werte schöpfen – jeder vor allem aus sich selbst heraus! Wertschöpfungskultur (ästhetisch, ethisch, nachhaltig…)

Sozialismus ist fast das Gegenteil: verteilt Werte um, statt sie zu schöpfen…

Aber auch Produzieren und Verbrauchen allein, ist kein Lebensinhalt. (Ressourcenverbrauch schöpft eigentlich keine Werte.) Und die Richtung ist letztlich oft wichtiger, als Tempo oder Menge. Richtung heißt auch Sinn. (Hat der Mensch eine individuelle Bestimmung – oder sind alle eigentlich gleich? Ist Schicksal nur etwas „Böses“ – oder macht es das Leben im Grunde überhaupt erst richtig interessant?)

Die „Schicksals-Sozialisten“ wollen auch Schicksal umverteilen… Aber welchen Sinn hat dann das Leben – Vegetieren, Funktionieren, Konsumieren?

Wir müssen wieder von den Ersatzbefriedigungen wegkommen, von der Flucht in Eskalation, Dosissteigerung und Materialschlacht. Sonst droht Wachstum immer mehr zur Kompensation zu werden, zur Sucht; Fortschritt zu einer Prothese („Degeneration“/Verweichlichung…)

Und Alternative bedeutet letztlich auch, den Ideologen in allen Parteien den Wind aus den Segeln zu nehmen…) Freies Spiel ALLER Kräfte – „ganzheitlicher Liberalismus”. Weder links, noch rechts am Ziel vorbei schießen. Nicht mit zweierlei Maß messen…

„Wert“ ist, was nützt und Probleme löst – egal, ob materiell oder immateriell.

Eine geistige Revolution kann nicht nur ums Geld gehen.

Wir brauchen etwa eine Gesundheits- und Bildungssystem, das mehr auf das Individuum abstellt. Das nicht nivelliert, sondern auf die Eigenart jedes Einzelnen einzugehen bereit ist.

Wir brauchen eine Alternative – auch zur „Wissenschaft als Ersatzreligion“: Jeder Mensch ein Magister; für jeden Menschen die gleiche Therapie; für jeden wissen WIR, was für ihn oder sie gut ist… Aber es SIND eben nicht alle Menschen gleich…

Entmündigung und Enteignung gehen Hand in Hand – bedingen einander oft sogar. Gegen beide müssen wir uns wehren. Gegen den ökonomischen und gegen den geistigen “Sozialismus”.

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