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Agenda 2050

Lesetip – aus Andreas Unterbergers „Tagebuch“

 Posted by cb on 30. August 2011 at 20:44  Aktuell
Aug 302011
 

http://www.andreas-unterberger.at/2011/08/sieben-magere-jahre-und-die-rezepte-um-sie-fetter-zu-machen/

Umfassendes Resumée der Teilnahme an einem einwöchigen Treffen mit namhaften Nobelpreisträgern und Wirtschaftsexperten in Lindau: „Warum die alten Instrumente nicht mehr funktionieren – und fünf zentrale Strategien gegen die Krise.“

Verwaltungsreform statt Vermögenssteuer

 Posted by cb on 30. August 2011 at 12:00  Aktuell
Aug 302011
 

… und wenn schon Vermögenssteuern, dann ausschließlich zur Rückzahlung von Schulden!

Direkte Demokratie ist gut – aber nicht, wenn sie von den Parteien für ideologische oder taktische Propaganda missbraucht wird… Man sollte es lieber den Bürgern leichter machen, selbst Volksbegehren zu initiieren – etwa indem Unterstützungserklärungen auch im Internet gesammelt werden können (wie das ja schon bald in der EU vorgesehen ist – und wie wir es unter www.willwaehlen.at schon seit einiger Zeit fordern!) Vor allem aber auch, indem Volksbegehren ab einer kritischen Zahl von Unterschriften zwingend zu einer wirklich verbindlichen Volksabstimmung führen müssen.

Und statt ständig neue Steuern zu propagieren, sollte endlich einmal eine umfassende Verwaltungsreform durchgeführt werden. Der Staat – die Parteien – sollen einmal bei sich selbst zu sparen beginnen – statt ständig den Bürgern neue Lasten aufzubürden. Und wer öffentliche Gelder ausgeben möchte, soll sie auch selbst einnehmen – und verantworten – müssen. Es geht nicht, dass Verschwendung weiter belohnt, Effizienz hingegen bestraft wird. Umverteilung, Finanzausgleich, Transferunion – wohin soll das noch führen?

Erst wenn diese Maßnahmen wirklich nicht ausreichen, um die Staatsschulden abzubauen, wären zusätzliche Vermögenssteuern zu rechtfertigen: allerdings ausschließlich (!) zur direkten Rückzahlung der Schulden; um die Zinslast, die uns alle – und vor allem nachfolgende Generationen – belastet, zu reduzieren. Und sicher nicht, damit Staat und Parteien noch mehr Geld verschwenden können…

Der größte Skandal

 Posted by cb on 27. August 2011 at 11:55  Aktuell
Aug 272011
 

Nicht die Skandale sind der Skandal, sondern unser System…

Über kaum etwas erregen wir uns so sehr, wie über Korruption und diverse Skandale. Oft geht es dabei immerhin um Millionen… Verfehlte Politik kostet uns allerdings Milliarden! Und zwar nicht nur, wenn es um diverse „Rettungsschirme“ auf beiden Seiten des Atlantiks geht…. Auch in Österreich werden durch schlechte Politik Milliarden vergeudet. Der ehemalige Rechnungshofpräsident Franz Fiedler etwa, ortete allein im Bereich der Gesundheit ein Einsparungspotential von 4 Milliarden Euro. Von einer „Verwaltungsreform“, die diesen Namen wirklich verdiente, ganz zu schweigen! Und auch unser Bildungssystem zählt leider zu den teuersten – während die Resultate mittelmäßig sind.

Wir brauchen anständige Politiker. Wir brauchen aber auch fähige Politiker. Und deshalb sollten wir diese auch ordentlich bezahlen. Weil man ansonsten einfach eine „negative Auslese“ (nur wer sonst nichts „wird“, geht in die Politik) bekommt – und weil so außerdem auch die Gefahr der Bestechlichkeit reduziert würde… Daher: Lieber mehr Geld für die wirklich wichtigen Politiker, dafür aber viel weniger für die Parteien! (Der größte Skandal ist ja leider gar nicht die illegale Politiker- und Parteienfinanzierung – der eigentliche Skandal ist, was bei uns in dieser Hinsicht alles „legal“ ist…)

Eigentlich sollten die Bürger Politikern, die Milliarden (an Steuergeldern) einsparen, Erfolgsprämien zahlen – notfalls in Millionenhöhe. Unser Neid schadet uns selbst. Jene, denen wir die Vertretung unserer Interessen anvertrauen, müssten eigentlich wirklich eine Elite darstellen. Und sie sollten auch wirklich motiviert sein!

Der größte Skandal ist unser System, unsere Parteienoligarchie; die mangelhafte Vertretung der Interessen der Bürger. Wir sollten nur die Besten der Besten wählen – und zwar direkt und persönlich! Wir sollten sie fürstlich entlohnen, uns dafür aber auch direkt-demokratische Regulative vorbehalten: Also Volksabstimmungen auf Geheiß einer qualifizierten Zahl von Bürgern als Korrektiv zur Politik!

Wir brauchen also ein besseres Wahlrecht, mehr direkte Demokratie – und weniger Parteienfinanzierung aller Art…

Ist Gerechtigkeit „sozial“?

 Posted by cb on 26. August 2011 at 16:16  Aktuell
Aug 262011
 

Wir brauchen keine „soziale“ Gerechtigkeit – wir brauchen einfach Gerechtigkeit!

Entweder etwas ist gerecht – oder es ist nicht gerecht! Wieso eigentlich, ist dann ständig von „sozialer“ Gerechtigkeit die Rede? Man könnte fast den Verdacht bekommen, dass das Wörtchen „sozial“ gerade dann verwendet wird, wenn etwas eigentlich Un-Gerechtes durchgesetzt werden soll…

Im Grunde wird Gerechtigkeit natürlich einfach oft mit Gleichheit verwechselt (genauso wie ja etwa alle möglichen Forderungen immer sofort als „Rechte“ bezeichnet werden!) – obwohl Gleichheit ja eigentlich fast nie wirklich gerecht sein kann. Wie sagte Viktor Frankl: „Wer zwei Menschen gleich behandelt, behandelt einen falsch…“

Gleichmacherei geht fast immer auf Kosten von Freiheit. Und wenn man sich nicht für Gott hält, dann ist vielleicht ohnehin einmal das gerecht, was eben ist... Woher glauben wir denn das Recht nehmen zu können, uns überall schon von vornherein einzumischen – um die Welt gleichsam „neu zu komponieren“?

Mit „sozial“ ist ja meist auch gemeint, dass ein Dritter, in der Regel der Staat, eingreift. Warum aber soll der Staat, also die politischen Parteien, gerechter sein, als das freie Spiel der Kräfte? Der Staat sollte besser als oberster Schiedsrichter und letzte Rückversicherung fungieren… Statt ständig (und leider fast immer nach unten) nivellierend einzugreifen.

Vertragsfreiheit ist besser als staatliche Regulierung!  Denn sich vertragen, heißt Verträge zu schließen.

Weltmeister

 Posted by admin on 22. August 2011 at 14:22  Kommentare
Aug 222011
 

Österreich ist Förderweltmeister. 50.000 verschiedene Förderprogramme fördern 74  Milliarden pro Jahr – etwa so viel wie die Nettolöhne aller Österreicher zusammen.  (siehe SN) Wenn letztlich eine handvoll Politiker dieselbe  Marktmacht haben wie alle Österreicher zusammen, ist klar,  dass hier massive Schieflage besteht. Sehen wir uns ein paar Ergebnisse an:

Etwa leben nach Jahrzehnten Sozialpolitik, abwechselnd geprägt von christlicher Nächstenliebe und von marxistischer Solidarität, Hunderttausdende in Armut  – in einem der reichsten Industrieländer. Man hört immer wieder: „Die Armen haben keine Lobby“. Richtig. In einem parteiendiktierten Fördersystem geht es ohne Lobby nicht.

Alternative Energien werden gefördert. Auch, damit sich eine Zukunftsbranche am Standort Österreich entwickeln kann. Im Moment wird zum Beispiel gerade China Nummer Eins in Solartechnik, weil sich hier (auch in anderen Ländern) die Firmen zu lange auf den weichen Förderungskissen ausgeruht haben.

Daran wird die Transparenzdatenbank nichts ändern. Man weiß dann irgendwann die  Details von 50.000 Förderprogrammen. Und dann? In ein paar Jahren kann man dann ein paar absurde Beispiele mehr finden können, von denen wir heute bereits genügend kennen.

Das Konzept ist falsch. Zuviel Entscheidung in der Hand von Leuten, die persönliche Interessen an der Sache haben. Ein Grundeinkommen etwa kann Armut wirksam verhindern, und das bei minimaler Verwaltung. Staatliche Garantien für Kredite an bestimmte Branchen können Innovation und Technologien fördern, ohne dass ein (politisch) befangener Entscheidungsträger damit befasst ist.

Die Transparenz wird nur bestätigen, was  ohnehin jeder weiß: Unser System ist absurd, ineffizient und erreicht das Ziel nicht. Viele Beispiele (siehe SN) sind hanebüchern.

Unsinn von der  Anlage her, vom Ergebnis her und im Detail. Wozu brauchen wir da noch Transparenzdaten? Niemand kann glauben, dass wir hier ein Konzept für das dritte Jahrtausend vor uns haben.

 

(Direkte) Demokratie für Europa

 Posted by cb on 17. August 2011 at 14:24  Aktuell
Aug 172011
 

EU-weite Volksabstimmung: „VOR oder ZURÜCK“?

Europa steckt in einem Patt. Es gibt nur zwei Möglichkeiten: entweder zurück zu mehr Freiheit und Eigenständigkeit für alle EU-Mitgliedsländer. Oder einen Schritt nach vor, zu „mehr Gemeinschaft“. Der jetzige Zustand ist der denkbar schlechteste.

Wenn die reicheren Länder keinen Einfluss auf die Politik der ärmeren haben, werden früher oder später alle arm sein… (Entweder also müssen die finanzstärkeren Länder ihren Wohlstand retten und sich von den insolventen Ländern abkoppeln – oder Europa muss einen Schritt nach vorn, zu einer politischen Union machen.)

Über die Frage: „vor – oder zurück“, sollte es in allen Ländern der EU Volksabstimmungen geben. (Denkbar wäre natürlich auch eine gemeinsame für alle Länder, aber das – vor allem die Konsequenzen daraus – wäre wohl schwer durchsetzbar.)  Alle Länder, die mit JA stimmen, könnten dann eine Union bilden. Die anderen entweder ganz austreten – oder gemeinsam eine Union B bilden. Es sollte jeweils den Mitgliedsländern überlassen bleiben, wie eng sie sich aneinander binden wollen! Und das sollte per Volksabstimmung in jedem einzelnen Land entschieden werden.

Deutschland als Hauptzahler (und eventuell auch Frankreich, Österreich, die Niederlande und einige andere) könnte aber auch einen Vertragsentwurf vorlegen, der mehr Geld für die Schuldner – andererseits aber auch mehr Einfluss der Zahler auf deren Politik – vorsieht. Darüber könnte dann abgestimmt werden: wer dafür stimmt, ist dann eben dabei. (Und was übrigens die sogenannten Eurobonds betrifft, muss ja nicht gesagt sein, dass gleich alle Länder daran teilnehmen müssten: es könnte ja jede beliebige Gruppe von Ländern beschließen, gemeinsam Anleihen aufzulegen!)

Und wo/wenn die Wahl auf eine „echte“ Union fällt, sollte dann auch DIREKT von den Bürgern ein gemeinsamer EU-Präsident gewählt werden! Das würde „identitätsstiftend“ wirken – denn die Bürger könnten sich dann wohl besser mit der EU, mit Europa identifizieren…

Du sollst lügen…

 Posted by cb on 16. August 2011 at 23:28  Aktuell
Aug 162011
 

… damit du politisch „korrekt“ bist

Denn die Wahrheit ist den Menschen nicht zumutbar. Wir müssen sie verdrängen…

Du sollst nicht(s) merken; nicht fühlen, was du fühlst; nicht sagen, was du denkst; und nicht tun, was du willst!

Du sollst dich verleugnen, verstellen, verkaufen und verlieren. Dich aus dir selbst vertreiben lassen…

Damit der Staat, die Industrie, die „Wissenschaft“ dich besser gebrauchen, missbrauchen und verbrauchen können.

Du sollst dich dumm stellen, unterwerfen und gegen deine Mitmenschen ausspielen lassen.

Damit du ein „braver“ Bürger bist.

Und damit das System der Etablierten weiter bestehen kann – wie inferior es auch sein mag.

Wenn wir mehr Staat wollen…

 Posted by cb on 16. August 2011 at 20:26  Aktuell
Aug 162011
 

… brauchen wir zuerst einen besseren Staat

Einen Staat, der funktioniert – und zwar so, wie es der Souverän, wie es die Bürger wünschen.  Was der Staat dürfen soll, hängt ja davon ab, wer der Staat überhaupt IST… Derzeit haben wir eine Parteienoligarchie, die sich auf ein Medienoligopol und Expertenkartell stützt. (Und stark von Lobbys einerseits – und Ideologien andererseits – beeinflusst ist.) Die Bürger haben relativ wenig Einfluss. (Außer vielleicht ein paar „Promis“.)

DIESEM Staat noch mehr Macht zuzugestehen, wäre blanker Unsinn! Erst einmal bräuchten wir ein Wahlrecht, durch das Politiker direkt als persönliche Stellvertreter ihrer Wähler – statt wie bisher, als Parteienvertreter gewählt werden. Zweitens müssten die Bürger die Möglichkeit bekommen, Volksabstimmungen zu wichtigen Fragen zu erzwingen – als Regulativ oder Korrektiv für die Parteien. Und schließlich bedürfte es einer Reform der Parteienfinanzierung: Politiker selbst sollen ja ruhig  gut verdienen – die Parteien dafür aber viel weniger Geld bekommen!

Und man sollte eher die Demokratie finanzieren – nicht die Parteien. Etwa, indem man bessere Voraussetzungen schafft für Partizipation, für einen Dialog der Wähler mit ihren Vertretern, für die kreative Umsetzung der Wünsche und Ideen der Bürger… Und indem persönlich gewählte Volksvertreter auch direkt Rechenschaft über die Verwendung der Mittel aus der Parteienförderung ablegen müssen! (Nicht zuletzt auch, betreffend die so genannten „Regierungsinserate“.)

Gehorsam ist gut…

 Posted by cb on 15. August 2011 at 17:11  Aktuell
Aug 152011
 

… wenn er sich auf das eigene Gewissen bezieht

Derzeit ist viel vom Ungehorsam die Rede. (Wem) sollen wir also gehorchen? Am besten uns selbst, der eigenen, inneren Autorität, unserem Empfinden, Urteilsvermögen und Menschenverstand. Und natürlich Leuten, die wirklich gescheiter sind, als wir selbst.

Wer Gehorsam verlangt, sollte aber nicht nur klug, sondern auch charakterstark und tugendhaft sein… (Leider verlangen ihn aber oft gerade jene, deren Autorität bereits bröckelt, die immer weniger souverän und glaubwürdig sind… Wer Gehorsam verlangen muss, hat ja eigentlich keine echte Autorität mehr!)

Man hüte sich allerdings auch vor jenen „Befreiern“, die zur Revolution aufrufen – um sich kurz danach selbst als neue „Herren“ zu präsentieren. Nur wer sich selbst befreit, kann wirklich unabhängig werden… Eine ganz spezielle Form von „Gehorsam“, ist natürlich auch jener gegenüber allem, was als politisch „korrekt“ bezeichnet wird! Da ist die Unterwerfung oft sogar besonders subaltern.

Wie sagte Nietzsche? „Dem wird befohlen, der sich nicht selbst gehorchen kann…“

Was man nicht sagen darf…

 Posted by cb on 14. August 2011 at 00:20  Aktuell
Aug 142011
 

… das TUT man einfach

Die so genannte Political „Correctness“ ist ein Irrweg. Menschen empfinden, was sie empfinden. Auch ihre Meinungen kann man ihnen schwer vorschreiben. Wenn man ihnen dann aber verbietet, diese auch auszusprechen, mag das nur vorübergehend und oberflächlich betrachtet ein Fortschritt sein.

Jeder Psychotherapeut weiß, dass es heilsam ist, sich Dinge bewusst zu machen – und sie auch zu artikulieren. (Wobei dies natürlich in angemessener Form geschehen muss.) Verdrängung löst jedenfalls keine Probleme, sondern „verschiebt“ sie bestenfalls – und macht sie dadurch eher noch größer. Denn was man nicht aussprechen darf, das staut sich auf, erzeugt Druck – und kann oft dazu führen, dass der Betreffende gleich direkt zur Tat schreitet… Bewusstmachen und Artikulieren kann hingegen wie ein Ventil wirken – wird dieses blockiert, kann es irgendwann zur Explosion kommen.

Wenn mit möglichst wenig Tabus über alles offen geredet werden darf, dann zeigen sich Probleme schon früh – und können auch schon früh behandelt werden. Tabus hingegen, führen oft in die Eskalation. (Die meisten Leute unterwerfen sich natürlich dem Diktat – etwa durch die Political Correctness – aber nicht alle. Und diese sind dann wirklich gefährlich.) Nichts ist heilsamer als die Wahrheit. (Und PC ist fast definitionsgemäß das Gegenteil davon – sonst bräuchte man sie nämlich gar nicht…)

Die Party ist vorbei

 Posted by admin on 11. August 2011 at 15:49  Zitate
Aug 112011
 

Jahrzehntelang hat die Welt ja mit Bewunderung sowohl auf das europäische Einigungsprojekt geschaut wie auch auf die Errungenschaften des europäischen Sozialstaates. Letzteres hat sich inzwischen jedoch dramatisch geändert. In Asien gilt Europa inzwischen als abschreckendes Beispiel dafür, wie man den Sozialstaat nicht organisieren sollte. Weil ein zu starker Verzicht auf das Prinzip der Eigenverantwortung Anreize zur Bequemlichkeit setzt und die wirtschaftliche Dynamik bremst. Und weil gerade die europäische Kombination – üppige Anwartschaften plus Mangel an Kindern – jeden Sozialstaat auf lange Sicht in den Ruin treibt. Die große Umverteilungsmaschine, die ihr Füllhorn längst nicht mehr nur über Bedürftige ausschüttet, sondern in der ein oder anderen Form jeden bedenkt, führt direkt in den Verschuldungsstaat. Durch die Wirtschaftskrise gerät dieses Modell früher in Bedrängnis – gekommen wäre es dazu aber ohnehin.
http://flatworld.welt.de/2011/08/09/europa-die-grose-party-ist-vorbei/#more-367

ORF – Gedankensplitter

 Posted by admin on 10. August 2011 at 08:52  Aktuell
Aug 102011
 

Aus unserem Forum zum Thema ORF, Gebühren, Parteienfinanzierung …

Volkswahl der ORF-Führung?

Die IMW schlägt vor: „Da der ORF das politisch einflussreichste Medium des Landes ist, sollten auch die Bürger als Gebührenzahler in Zukunft über dessen Führung entscheiden. Speziell jene Führungspersönlichkeiten, die politischen und ideologischen Einfluss ausüben, müssten per Volkswahl bestimmt werden!“

Es geht nicht an, dass Bürger noch dafür bezahlen müssen, dass ständig gegen ihre eigenen Interessen agitiert wird… Und immer mehr Bürger fragen: „Ist es nicht eine Zumutung dass wir dafür bezahlen müssen, dass wir andauernd beschimpft werden?“

Und: „Grenzt es nicht an Raubrittertum, wenn jeder, der in Österreich einen Fernseher besitzt (egal ob er überhaupt Deutsch spricht oder nicht), Zwangsgebühren entrichten muss?“ Noch dazu eben für einen Sender, der einerseits parteipolitisch abhängig ist – andererseits aber auch von den eigenen Mitarbeitern immer mehr für Propaganda in eigener ideologischer Sache benützt wird?

Gerhard Marold von der Initiative MEHR WAHLRECHT fordert daher:  Subventionen eines einzigen Unternehmens verhindern freien Markt und damit freie Auswahl für den Konsumenten. Wenn der Staat einem Unternehmen Privilegien gewährt, dann muss der Konsument, der Bürger, das Angebot dieses Unternehmens beeinflussen können.


Weniger Qualität durch ORF Gebühr

Wenn ein Unternehmen in einem Markt das Privileg staatlich festgesetzter Preise hat, verzerrt das die Konkurrenz. Mitbewerber können dann Nischen bedienen, sie können aber nicht Qualitätsprodukte in allen Bereichen des Marktes anbieten. Konsumenten finden auf diesen Märkten sowohl weniger Qualität als auch weniger Auswahl vor.

Dies gilt für alle Märkte ohne Ausnahme. Ist es gut für unser Land oder ist es gut für unsere Parteien, wenn ORF- Gebühren diesen Markt weiter beschränken?


Warum da und dort nicht?

Der Markt der Medien ist vielfältig. Menschen erhalten Information und Unterhaltung über Tageszeitungen, Wochenzeitungen, Magazine, Rundfunk, Fernsehen, Internet; sogar über Plakate, Veranstaltungen, Events.

Angeblich ist es im öffentlichen Interesse einen Teil dieser Märkte zu beschränken, einen anderen Teil nicht. Was eigentlich gilt für Rundfunk und Fernsehen, was für die anderen Medien- Märkte nicht gilt? Allein, dass die Parteien direkteren Zugriff auf das öffentlich rechtliche Medium haben als auf andere. Grund genug für eine Gebührenerhöhung?


Angesichts unserer Schulden und Euro- Garantien wird Österreich wieder gezwungen sein, Staatsbetriebe zu verkaufen. Besser wir machen gleich einen ORF, der sich am Markt behaupten kann.
Und besser wir machen gleich Regeln, an die sich ein solches de-facto Monopol halten muss, bis auch dieser Markt ein freier Markt ist.


So lange der ORF politisch unliebsame Parteien ausgrenzt, werden diese höheren Zulauf haben als wenn diese sich einer objektiven Diskussion stellen müssten. Das stärkt diese Parteien letztlich.
Das Gegenteil dessen, was die Architekten dieser Marktreglementierung vorhatten, wird also bewirkt. Wie auf anderen Märkten übrigens auch, in die sich die Politik einmischt.


Warum nicht die Idee von Stronach auf Staatsbetriebe anwenden: Laien, durch Los gewählt, haben Einfluss auf Programmgestaltung?


„Das Angebot (des ORF) hat sich an der Vielfalt der Interessen aller Hörer und Seher zu orientieren und sie ausgewogen zu berücksichtigen“, und zwar auch im Bereich „… umfassende Information der Allgemeinheit über alle wichtigen politischen … Fragen“ ($ 4.w und $4, 1, 1. ORF- Gesetz). Der ORF ist also kein Regierungsfunk sondern hat den Auftrag, die politische Realität widerzuspiegeln. Jeder weiß, dass dies nicht der Fall ist.
Wie wir heute sehen, wäre gerade dies sehr wertvoll. Ausgrenzung von Randgruppen führt zu Radikalisierung, Ausgrenzung von größeren Gruppen zur Polarisierung. Beides kann nicht Aufgabe eines Unternehmens in öffentlicher Hand sein.

The Silliest Column I Have Ever Read

 Posted by admin on 4. August 2011 at 15:50  Zitate
Aug 042011
 

I rarely comment on the op-eds of others. And I try not to use ad hominem attacks in lieu of argument. Usually I reply forcefully on the principle of retaliation rather than preemption. So I hesitate to devote space to a single essay. But in the case of an article by one Jakob Augstein in the recent issue of Der Spiegel I’ll make an exception, since his asinine views are emblematic of the poverty of thought that now is so evident among the European Left. In what follows I quote the article, “Once Upon a Time in the West,” in italics, with a bracketed commentary following each paragraph. http://pajamasmedia.com/victordavishanson/an-anatomy-of-european-nonsense

Terror von links?

 Posted by admin on 1. August 2011 at 10:50  Rückblick
Aug 012011
 

Im Juli haben viele Parteien und Medien unisono eine Diagnose erstellt: Populismus birgt die Gefahr, dass verwirrte Individuen im Umfeld populistischer Propaganda Terrorakte begehen können, zu denen sie sonst nicht fähig wären.

Während Rechtspopulisten sich eifrig von den Attentaten und dem Manifest aus Norwegen distanzierten, vollführten viele ihrer Gegner europaweit einen Rundumschlag gegen alles, was nicht exakt ihrer eigenen Ideologie entspricht. Verschwörungen aus Rechten, dem Bürgertum und der Kirche wurden konstruiert.

Allerorts Populismus, wie wir ihn in Europa lange nicht hatten. Wenn es wahr ist, dass Populismus Verbrechen fördert, dann erinnern wir uns doch an die Zeiten von RAF, brigade rosse etc… Populismus ist von allen Seiten her schädlich, auch wenn er „nur“ dem politischen Kleingeld dient.

Niemand kam auf die einzig naheliegende Idee: Wir müssen Brücken bauen, mehr denn je. Gemeinsamkeit entsteht nicht daraus, dass alle öffentlich dasselbe sagen, sie entsteht aus Konsens und Kompromiss.

Griechenland DARF nicht sterben!

 Posted by admin on 1. August 2011 at 09:47  Rückblick
Aug 012011
 

Der Patient war mehrerer lebenswichtiger Organe verlustig gegangen, so haben wir solche Organe von bei jenen eingesammelt, die noch welche hatten. Trotzdem konnte der letale Ausgang nicht aufgehalten werden. So liefern wir dem Patienten weiterhin lebenswichtige Organe und erzählen Geschichten von der rapiden Genesung. Und weil wir alle dieselbe Geschichte erzählen, glaubt sie auch jeder, ohne den Zombie wirklich tanzen gesehen zu haben.

Ein böser Doktor hat einmal vorschnell gesagt, dass der Patient längst tot ist, aber dem haben wir’s gegeben. Da haben wir gleich einen eigenen Doktor gefordert, der sowas nicht sagt. Warum tun wir das eigentlich? Funktioniert so eine Intensivstation? Was der eine braucht, nehmen wir dem anderen eben weg? Geht dem das dann nicht ab?

Tut es, darf es aber nicht. Griechenland DARF nicht sterben.

Dann müssen wir nämlich nicht dran glauben, dass wir bald dran glauben müssen. Selbst die Gesündesten unter uns haben die meisten Organe schon verloren und hängen an hässlichen Maschinen, die mehr und mehr Geld verschlingen. Wir alle liegen in der Intensivstation, wollen das aber nicht sehen.

Die uns die Maschinen borgen, sehen sehr wohl, dass wir an diesen Maschinen hängen. Und sie verlangen die Miete. Und sie wissen, dass wir sie vom Tauschen von ein paar angeschlagenen Nieren, Lebern und Vorstehdrüsen auch nicht zahlen werden können. So funktioniert eine Intensivstation nämlich nicht. Aber so lange irgendwer die Miete zahlt, stehen die Maschinen eben da. Warum schreiten wir eigentlich nicht zur Therapie? Weil diese unbequem ist. Ein paar Monate noch, ein Jahr, vielleicht bis zur nächsten Wahl…

Keiner will uns das sagen. Griechenland DARF nicht sterben.

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