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Müssen wir lügen?

 Posted by cb on 30. Juli 2011 at 16:27  Aktuell
Jul 302011
 

Der Rechtspopulismus entsteht nicht in einem Vakuum

Wer liefert den Nährboden des Rechtspopulismus?

Wenn jetzt manche sagen, der Terror von Norwegen sei auf einem „ideologischen Boden des Rechtspopulismus“ gewachsen – dann muss man natürlich auch fragen: auf welchem Boden wächst den eigentlich dieser? Zum Polarisieren gehören jedenfalls immer zumindest zwei Pole. Und man muss sich dann schon fragen, ob nicht auch der „linke“ Pol zur Eskalation beiträgt? Etwa gerade dadurch, dass er sich nach einem perversen Verbrechen gleichsam berufen fühlt, mit fast allen Mitteln gegen den politischen Gegner vorzugehen.

Wenn – was in gewisser Weise nicht von der Hand zu weisen ist – die „Linken“ die Schlaueren sind, dann sollten sie sich vielleicht auch einmal bemühen, die Gescheiteren zu sein – statt immer mehr Öl ins Feuer zu gießen. (Was dafür spricht, dass der linke Pol geschickter, intelligenter agiert? Etwa dass die Propaganda weniger plump, ausfällig und offen – also besser getarnt, eleganter und dadurch nachhaltiger ist. Also eher im Sinne einer gebetsmühlenartigen Gehirnwäsche… Man reizt den Gegner zur Weißglut – und freut sich (ja eben, leider!), wenn er dann ausrastet…)

Es gibt viele Arten der Verhetzung: die offene, direkte – die oft besonders degoutant, dafür (und vielleicht gerade deshalb) aber im Grunde vergleichsweise harmlos sein kann. Und die versteckte, subtile, raffinierte – die wie süßes Gift wirkt. „Die angenehmen Diktaturen sind die gefährlichsten“, hat der amerikanische Politologe Benjamin Barber schon vor langer Zeit gesagt. Man kann – etwa in den Medien – durch Auswahl der Themen und Interviewpartner, durch Art und Tonfall der Präsentation, durch subtile Nuancierungen und Einseitigkeiten, massivste Manipulationen betreiben. Fast unbemerkt, wenn die Rezipienten nicht sehr gut aufpassen! Zumal man sich ja auch an alles früher oder später einmal „gewöhnt“… So weit, so raffiniert. Es funktioniert. Die veröffentlichte Meinung befindet sich praktisch im Unisono-Modus.

Kaum jemand wagt noch zu widersprechen. Zu einem humaneren Klima, zu mehr Menschlichkeit, wird so allerdings so gut wie überhaupt nicht beigetragen.

Müssen wir lügen?

… damit es „politisch korrekt“ ist?

Im Endeffekt wird dies von uns erwartet – denn sonst bräuchte man ja ein abgehobenes Konstrukt wie „Political Correctness“ gar nicht. Sonst bräuchten wir ja nur Meinungsfreiheit (denken kann ohnehin jeder, was er will; und das eigene Empfinden können wir nicht einmal SELBST wirklich kontrollieren…) – und einen möglichst menschlichen, also mitfühlenden Umgang miteinander. (Es ist ein Unterschied, ob jemand eine bestimmte Präferenz hat – oder ob er daraus Forderungen oder gar Aufforderungen an andere ableitet!)

Meinungen kann man nicht verbieten

… höchstens deren Äußerung!

Ob das sinnvoll ist? Meinungen basieren oft auf Empfindungen, sind nicht selten Glaubensfragen. Und Empfindungen kann man nicht verbieten, weil sie niemand wirklich kontrollieren kann. Man kann Menschen lediglich dazu zwingen, Dinge zu verschweigen – oder jedenfalls nicht so zu artikulieren, wie sie sie wirklich empfinden. Aber gerade aus aufgestauten Gefühlen werden oft unkontrollierbare Emotionen… Genau die sollten aber vermieden werden!

 

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