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Paradies auf Erden?

 Posted by admin on 25. April 2011 at 15:06  Mehr Wahlrecht
Apr 252011
 

Wettstreit der Utopien

Wenn jeder den „perfekten“ Partner hätte, wären wir dann zufrieden?
Wenn jeder den für ihn perfekten Job hätte?
Würden wir uns damit begnügen; würde uns langweilig?

Wenn jeder nur nähme, was er braucht – und gäbe, was er geben kann, könnte auch hier vieles besser sein. (Wir nehmen ja oft anderen etwas weg, aus lauter Angst – oder als “Revanche”, weil wir das Gefühl haben, es werde uns selbst etwas vorenthalten – und so entsteht schließlich eine Kettenreaktion… Und jeder sucht nach immer mehr “Kompensation”, weil er immer weiter vom Wesentlichen, Eigentlichen, Eigenen wegkommt – sich selbst verliert, verstellt oder verkauft… Weil wir uns, wie Montaigne schon zu Beginn der Neuzeit sagte, aus uns selbst vertreiben, zu Markte tragen und verbrauchen lassen.)

Letztlich eine Vertrauensfrage. Wie kann man Vertrauen bilden? Sicher durch gutes Vorbild.
Aber es wird immer wieder die Versuchung geben, dieses „Gefangenen-Dilemma“ zum jeweils eigenen Vorteil auszunützen – also das Vertrauen der anderen zu missbrauchen.
Denn Leben ist oft mühsam: Krankheit, Verlust, Vergänglichkeit – vor allem aber Konkurrenz…
Da ist es nicht so leicht, immer optimistisch, fair und vorbildlich zu bleiben!
So kann Misstrauen entstehen. (Wie, woher kommt das „Böse“ in die Welt – weil nicht jeder bereit ist, einfach die eigene Rolle zu spielen? Weil das Gras woanders „grüner“ zu sein scheint? Weil es nicht immer leicht ist, längere Zeit einfach zufrieden zu sein?)
Konkurrenz wird es immer geben, weil wir sie im Grunde brauchen. Ohne Sieger und Besiegte, scheinen wir auf längere Sicht fast nicht leben zu können. (Es geht ja nicht nur um obejktive Leistung, sondern vor allem auch um relativen “Erfolg”.) Sind wir gleichsam “verdammt” zum Kampf?

Man müsste aber einerseits durchaus Utopien (einfach als Denkmöglichkeit – quasi: “was wäre wenn…?”) formulieren und propagieren; andererseits aber akzeptieren, dass nur kleine kontinuierliche Schritte der Annäherung realistisch sind. “Es” aber nie ganz erreicht werden kann. (Wie der Polarstern, der auch als Orientierung dienen – aber nicht erreicht werden – kann.)

Man kann auch niemanden dazu zwingen, alle Menschen (Gruppen) zu lieben. (Diese Illusion führt erst recht zu Hass… Das ist das Problem der so genannten „Gutmenschen“: Sie halten jede Utopie für konkret machbar.)

Fazit: Die Welt könnte jedenfalls viel besser sein – perfekt wird sie kaum jemals werden. In diesem Spannungsfeld müssten wir versuchen, das Beste aus dem jeweils Möglichen zu machen… Also sehr wohl Utopien formulieren. Es aber erstens jedem selbst überlassen, ob und an welcher Utopie er sich orientieren möchte; zweitens akzeptieren, dass wir sie ohnehin (fast) nie ganz realisieren können; und drittens einsehen, dass das gar nicht so schlecht ist!

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